Dass Deutschland in der Eurokrise den Ton angibt, wollte Angela Merkel eigentlich nie. Und dennoch geben ihre Vorstellungen die Richtung vor, in die sich Europa derzeit bewegt. Ein Blick hinter die Kulissen.
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Italiens Staatschef Napolitano hat den Sozialdemokraten Enrico Letta mit der Regierungsbildung beauftragt. Der 46-Jährige könnte Italiens jüngster Ministerpräsident aller Zeiten werden.
Wie geht es weiter mit Italien? Eine Woche nach dem konfusen Wahlergebnis wirken die wichtigsten Parteien immer noch weit entfernt von einer Regierungsbildung. Wir haben untersucht, was jetzt überhaupt möglich erscheint.
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Es ging bei Zypern um eine vergleichsweise kleine Summe. Trotzdem wurde für das Rettungspaket so viel Porzellan zerschlagen wie noch nie in der Eurokrise. Nahezu keine Institution, keine Regierung blieb unbeschädigt. Ein Rückblick.
In zwei Euro-Ländern wurde am Wochenende gewählt. Die ganze Welt schaut auf Italien, doch die größeren Risiken birgt das kleine Zypern. Der Eurozone bleiben hier nur wenige Wochen für eine Lösung.
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Es lässt sich nicht leugnen: Deutschlands Nachbar steckt in der Rezession fest. Schon machen Befürchtungen die Tunde, Frankreich könnte der nächste kranke Patient Europas werden. Unser Autor Richard Barley hält das für übertrieben.
Vor drei Jahren wurde aus der Finanz- und Wirtschaftkrise in Europa eine Staatsschuldenkrise. Vier Länder brauchten finanzielle Hilfe; drastische Sparmaßnahmen sorgten für wirtschaftliche Probleme. Die vereinbarten Haushaltsziele schwanken deshalb. Ein Überblick.
Sein Name bedeutet „Harmonie". Doch der Omonia-Platz in Athen ist vom Geschäftszentrum zum sozialen Brennpunkt geworden. Dealer, Junkies und Prostituierte haben den Platz übernommen. Hier zeigt sich, wie schlimm die Lage in Griechenland wirklich ist.
Im Süden Europas gingen am Mittwoch Zehntausende von Menschen auf die Straße, um gegen das Spardiktat zu demonstrieren. In Spanien brannten Autoreifen, in Portugal Fackeln, in Griechenland ließen Demonstranten vor dem Parlament Puppen tanzen und in Italien hüllten sie Stadtviertel in Rauch. Die Wut der Bürger in Bildern.
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Der zyprische Präsident Nikos Anastasiadis hat dem Notenbankgouverneur Panikos Dimitriadis Versagen während der Bankenkrise vorgeworfen - ein neuer Tiefpunkt im ramponierten Verhältnis zwischen Politik und Zentralbank.
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Gute Nachrichten aus Griechenland: Die Troika der internationalen Geldgeber hat ihre Prüfmission abgeschlossen. Sie sieht das Krisenland auf dem Weg, die Ziele seines Reformprogramms zu erreichen.
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Die spanischen Banken haben immer noch mächtig mit Problemen zu kämpfen, aber es gibt zumindest ein paar kleine Lichtblicke. Dem neuen Bericht der EU-Kommission zum spanischen Hilfsprogramm zufolge werden sie keine weiteren Hilfen benötigen. Auch die Finanzierung am Kapitalmarkt klappt besser.
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Die spanische Erfolgsserie geht weiter. Bei der Auktion länger laufender Staatsanleihen erzielte das mit hohen Schulden und einer Rezession kämpfende Land ein gutes Ergebnis und konnte sich erneut günstiger refinanzieren. Erstmals seit drei Jahren brachte Spanien sogar eine Dollar-Anleihe unter.
Steuerbetrügern geht es in Spanien an den Kragen. Um angesichts des klaffenden Haushaltsdefizits die Staatseinnahmen zu steigern, setzen die Behörden verstärkt auf Hausbesuche. Da kann es vorkommen, dass in einem Restaurant bei laufendem Betrieb die Tische beschlagnahmt werden.
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Ein unerwarteter Rückgang beim Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft im April versetzt Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Konjunktur hierzulande einen Dämpfer. Europaweit blieb der Index wie erwartet unter der Marke, die Wachstum signalisiert.
Die Finanzkrise ist nach Einschätzung des Bundesbankpräsidenten noch nicht annähernd bewältigt. Im Interview mit dem Wall Street Journal warnt Jens Weidmann: Die Krise und ihre Folgen werden uns noch ein lang Jahrzehnt beschäftigen. Eine weitere Zinssenkung schließt er nicht aus.
EZB-Präsident Mario Draghi sieht international keinen Abwertungswettlauf zwischen den großen Volkswirtschaften.
Die Immobilienpreise in vielen Ländern der Eurozone sinken. Das verstärkt nicht nur die Wirtschaftskrise. Der Preisverfall könnte auch den Banken neue Probleme bereiten.
Investorenlegende George Soros befürchtet den Zusammenbruch der Europäischen Union. Verantwortlich macht er Deutschland, das sich jetzt entscheiden müsse: für Eurobonds oder den Austritt.
Deutschland ist mit seinem Sparwillen nicht für die hohe Arbeitslosigkeit in Südeuropa verantwortlich. Das sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble bei einer Veranstaltung.
Nach dem Urteil des portugiesischen Verfassungsgerichts darüber, dass mehrere Sparmaßnahmen des Landes ungültig sind, befürchten Volkswirte eine Verschärfung der Schuldenkrise.
Zentralbanken stützen Banken und Märkte mit Milliardenspritzen. Auch Großunternehmen kommen leicht an Geld. Die Masse der Firmen in Europa erreicht die Geldschwemme jedoch nicht. Gerade für Südeuropa ist das eine gewaltige Bürde.
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Zwei Wochen nach dem Drama um die Rettung Zyperns hagelt es plötzlich gute Nachrichten: Die deutschen Unternehmen bestellen wieder mehr Investitionsgüter und die Banken zahlen vorzeitig EZB-Kredite zurück.
Schon vor 17 Jahren sagte der EU-Beamte Bernard Connolly die Eurokrise voraus. Die damaligen Probleme existieren heute immer noch. Deshalb ist seiner Überzeugung nach die Krise alles andere als ausgestanden – und den Zusammenbruch des Euro könne Deutschland wohl nur mit dem Scheckbuch verhindern.
Viele Jahre ging es für Slowenien nur aufwärts. Spät, aber heftig kam der Schlag durch die Eurokrise. Darüber stürzte der Regierungschef. Seine Nachfolgerin muss das Vertrauen der Bürger in Politik und Wirtschaft zurückgewinnen.
Euro-Musterschüler Niederlande schwächelt. Das Land wird 2013 und 2014 die Defizitkriterien der EU verfehlen. Finanzminister Dijsselbloem hofft jetzt auf Nachsicht in Brüssel.
Die Euro-Krise macht die wirtschaftlichen Erfolge von Spanien, Portugal und Italien zunichte. Trotzdem macht kaum jemand dort den Euro dafür verantwortlich, die Währung ist enorm beliebt. Gerade in Italien glaubt man, dass das Land ohne die europäische Disziplin vor die Hunde gehen würde.
Die Spekulationen über einen Rückzug der Europäischen Zentralbank aus der Gläubiger-Troika, die Europas Schuldenstaaten finanziert, sind laut EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen falsch.
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