• The Wall Street Journal

Venezuela verhagelt Telefonica die Bilanz

Der spanische Telekomkonzern Telefonica musste im vierten Quartal einen herben Gewinneinbruch verkraften. Unter anderem verhagelte die jüngste Abwertung der venezolanischen Währung Bolivar die Bilanz. Für das laufende Jahr will Telefonica ein Stück ihres gewaltigen Schuldenbergs abtragen.

Der Nettogewinn stürzte um mehr als 80 Prozent auf 473 Millionen Euro ab. Allein 417 Millionen Euro des Gewinneinbruchs gingen auf das Konto der schwachen venezolanischen Währung. Das dürfte dem Konzern aus Madrid auch weiterhin hin zu schaffen machen - Venezuela hat die Landeswährung vor Kurzem gegenüber dem Dollar um fast ein Drittel abgewertet, um Versorgungsengpässen wegen der knappen Dollar-Bestände entgegenzuwirken.

Einen Großteil seines Gewinns erwirtschaftet der zweitgrößte europäische Telekommunikationskonzern hinter der britischen Vodafone in Lateinamerika. Das europäische Geschäft gibt nach einem schwachen Jahr auch künftig nur wenig Anlass zur Hoffnung.

Auf seinem Heimatmarkt Spanien verliert der Konzern wie in den Vorquartalen weiter Kunden. Hier sackte der Umsatz um 14 Prozent ab. In Gesamteuropa bröckelte der Umsatz um 6,7 Prozent, wohingegen er in den Schwellenländern Lateinamerikas um rund vier Prozent kletterte.

Fortschritte macht Telefonica beim Schuldenabbau. Um fast fünf Milliarden Euro trugen die Spanier ihre Schulden auf 51,3 Milliarden Euro ab. Das weltweit mit am höchsten verschuldete Unternehmen will bis Jahresende noch mit 47 Milliarden Euro in der Kreide stehen.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Versandhausgigant

  • [image]

    Otto – ein deutsches Einkaufsimperium

    Die Otto Gruppe besteht nicht nur aus dem gleichnamigen Versand. Gegründet 1946, ist Otto heute in mehr als 20 Ländern aktiv - mit 123 Konzerngesellschaften wie SportScheck, Manufactum, Mirapodo oder Hermes. Überrascht? Wir zeigen, was noch alles zum Imperium gehört.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 17. Mai

    Diesmal in den Bildern des Tages: Verhüllte Künstler in Hongkong, Vögel zählende Ranger in England, glückliche Studenten aus Maryland und mehr.

  • [image]

    Die neue S-Klasse

    Vor 62 Jahren fing alles mit dem Mercedes 220 an, dem Urahnen der heutigen S-Klasse. Daimler hat in Hamburg die zehnte Generation seiner Oberklasselimousine vorgestellt und sie soll Mercedes wieder auf den Thron der Luxusfahrzeuge bringen - unter anderem mit Parfum und Hot-Stone-Massageeffekt.

  • [image]

    Wie Weltraumbarde Chris Hadfield die Erde sieht

    150 Tage verbrachte der kanadische Astronaut Chris Hadfield auf der Internationalen Raumstation ISS. Wir zeigen wunderschöne Fotos aus dem All, die der Kanadier mit liebevollen Kommentaren getwittert hat.

  • [image]

    Argentiniens versunkene Stadt taucht wieder auf

    Eine kleine Stadt in der Nähe von Buenos Aires versank nach einem Dammbruch vor 27 Jahren im Meer. Mehr als ein Vierteljahrhundert später erblickt die argentinische Geisterstadt Epecuén wieder das Licht.