• The Wall Street Journal

Griechenland dürfte Anleiherückkauf schaffen

Der Rückkauf eigener Staatsanleihen wird für das überschuldete Griechenland nach Einschätzung des internationalen Verbands der Finanzwirtschaft (IIF) voraussichtlich erfolgreich sein. Gelingt der Plan, soll das Euromitglied noch in diesem Jahr grünes Licht für Hilfskredite in Höhe von über 30 Milliarden Euro bekommen.

"Wegen der voraussichtlichen Beteiligung der griechischen Banken erscheint es wahrscheinlich, dass die Operation ihr Ziel erreicht", heißt es in einem Bericht des IIF. Die Lobbygruppe steht für 400 Großbanken und Fonds auf der ganzen Welt. Nach Informationen eines hohen Mitarbeiters einer griechischen Großbank, der anonym bleiben wollte, wollen die Banken des Landes am Freitag entscheiden, ob sie dem Angebot folgen.

Aufgekauft werden sollen Anleihen im Nennwert von 30 Milliarden Euro. Da diese am Markt mit hohen Abschlägen gehandelt werden, dürfte die Aktion nach Schätzung der Troika 10 Milliarden Euro kosten. Griechenland erhofft sich von dem Rückkauf, dass der riesige Schuldenberg um 20 Milliarden Euro abgetragen wird.

Die dafür notwendigen Mittel kommen vom Rettungsfonds EFSF. Ein Erfolg der Aktion ist auch für den Internationalen Währungsfonds (IWF) entscheidend, der nur dann weiter Geld an Athen verleihen will. Neben dem IWF sind die Europartner und die Europäische Zentralbank die größten Gläubiger des Mittelmeerlandes.

Die Regierung hatte am Montag ihre Gebote vorgelegt, die höher waren als der Markt erwartet hatte. Der Rückkauf muss spätestens am 13. Dezember über die Bühne gegangen sein.

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