• The Wall Street Journal

Boeing lässt Pannen-Flugzeug im Lager

Der Flugzeugbauer Boeing hat sich wieder ein Stück von seinen ambitionierten Plänen für das neue Langstreckenflugzeug Dreamliner verabschiedet. Weil die rund 50 bislang ausgelieferten Maschinen des Typs derzeit am Boden bleiben müssen, verschiebt der US-Flugzeughersteller die Übergabe weiterer Maschinen an die Kunden. Die Flugzeuge dürfen derzeit nicht starten, weil überhitzte Batterien in den Maschinen mehrfach in Brand geraten waren.

Die zum TUI-Konzern gehörende Fluggesellschaft Thomson Airways bestätigte, nicht wie geplant im Februar ein bestelltes Flugzeug zu erhalten. Ein neues Datum für die Inbetriebnahme des Dreamliner stehe noch nicht fest. Die Fluggesellschaft will nun sicherstellen, dass die Urlauber ihre gebuchte Reise dennoch antreten können. Dafür werden entsprechende Pläne gemacht, die beispielsweise den Einsatz anderer Flugzeugtypen vorsehen, falls sich die Dreamliner-Auslieferung noch weiter verzögert.

Auch die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle teilte mit, von Boeing über eine möglicherweise verspätete Auslieferung informiert worden zu sein. Die Norweger wollten das erste Flugzeug des Typs Ende April in Empfang nehmen. Nun müssen sie sich darauf einstellen, dass dies eventuell nicht klappt. In diesem Fall soll übergangsweise eine andere Maschine gemietet werden, damit Norwegian die geplanten Flüge bedienen kann.

Boeing kämpft mit einer Pannenserie im Zusammenhang mit Batterien an Bord der Maschinen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte nach mehreren Vorfällen Mitte Januar ein Flugverbot für die Dreamliner verhängt. So war Anfang Januar bei einem Flugzeug nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden.

Aktuell darf der Dreamliner mit einer Ausnahmegenehmigung wieder in die Luft - allerdings nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und ohne Passagiere. Die Flüge sollen stattfinden, damit Boeing Messungen an dem elektrischen System des Fliegers vornehmen und die Ursache der Batterieprobleme ermitteln kann.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. Mai

    Haben Sie das Wetter gerade satt? Menschen weltweit geht es genauso: Es hagelt in England, in Nepal und Norwegen gießt es in Strömen, in den USA stürmt und blitzt es und in Indien schwitzen sogar die Gänse. Schauen Sie nach in unseren Fotos des Tages!

  • [image]

    Diese Villa ist die teuerste Immobilie der USA

    20 Hektar Fläche, dazu ein kilometerlanger eigener Strand und zwei Inseln obendrauf: Dieses opulente Anwesen in Connecticut ist die derzeit teuerste Immobilie in den USA, die zum Verkauf steht. Und das hat seine Gründe.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 22. Mai

    In Serbien steht ein Haus mitten in einem Fluss, im Senegal hangelt sich ein Mann am Bungeeseil in einen tiefen Brunnenschacht und in den USA hebt ein Schweizer mit einem Solarflugzeug ab. Das und mehr sehen Sie in unseren Fotos des Tages.

  • [image]

    Tornados hinterlassen einen Pfad der Zerstörung

    Mit enormer Wucht haben Tornados in der Nacht zu Dienstag Städte und Dörfer im US-Bundesstaat Oklahoma getroffen, darunter auch eine Grundschule. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Dabei wird das enorme Ausmaß der Naturkatastrophe deutlich.

  • [image]

    Im Luxusreich der Teenager

    Damit sich ihre Kinder gern zu Hause aufhalten, lassen wohlhabende Eltern für sie luxuriöse Wohnbereiche mit Karaokeanlagen, Billardtischen und riesigen Computern gestalten. Einige treiben es dabei auf die Spitze.

  • [image]

    Die Krise erreicht die Stierkampf-Arena

    Die Jahrhunderte alte spanische Stierkampf-Tradition steht vor dem Aus. Regionaler Nationalismus und Tierschützer setzen ihr schon seit Jahren zu. Die Rezession droht dem blutigen Spektakel aber den Gnadenstoß zu versetzen.