• The Wall Street Journal

RIM-Chef Heins: „Blackberry 10 ist am Ziel"

dapd

Nach monatelangen Verzögerungen will der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion im Januar erste Blackberry-10-Geräte vorstellen. Im Interview sagt RIM-Chef Thorsten Heins (Bild), diese seien nun endlich marktreif.

Nach Monaten harter Arbeit soll eine Reihe neuer Blackberry-Geräte nun endlich dort sein, wo sie auch hingehört. Das sagte der Chef von Research in Motion (RIM), Thorsten Heins, im Interview. „Die Plattform hat die Ziellinie überquert", sagte Heins am Donnerstag. „Nun müssen wir sie nur noch aufpolieren."

Vor ein paar Monaten hatte der Blackberry-Hersteller mitgeteilt, die Veröffentlichung auf Anfang 2013 zu verschieben. Eine schwierige Entscheidung, verpasst man so doch das wichtige Weihnachtsgeschäft. RIM hat nun zu einer Veranstaltung für den 30. Januar geladen. Dort sollen die ersten Blackberry-10-Geräte vorgestellt werden. Erhältlich sollen sie schon kurze Zeit später sein. Das Unternehmen will nach einem Touchscreen-Gerät auch ein Smartphone mit Tastatur auf den Markt bringen, das kurze Zeit später folgen soll.

RIM hatte zuvor bereits erklärt, man teste derzeit mit 50 Mobilfunkanbietern. Hein sagte nun, diese Zahl sei mittlerweile weiter angestiegen. Genauere Angaben wollte er jedoch nicht machen. Der RIM-Chef äußerte sich auch nicht darüber, ob die Geräte zum Start bei allen vier großen Mobilfunkanbietern in den USA erhältlich sein werden. Er verwies auf Gespräche, die momentan noch stattfänden.

Heins lobte die Arbeit seines Unternehmens und des Teams. Man habe es trotz der Kürzung von 5.000 Stellen geschafft, die ersten Produkte fertigzustellen. Und auch wenn RIM mit seinem Gerät Geschäftskunden zufrieden stellen will, habe man auch ein Smartphone entworfen, das mit seinen Funktionen auch Normalnutzer überzeugen könne. Er gab aber zu, dass noch viel Arbeit zu tun sei. „Jetzt müssen wir das Produkt noch rausbringen", sagte Heins. „Wir müssen uns beweisen."

Zu Beginn will RIM mit seinen neuen Geräten in den High-End-Bereich des Smartphone-Marktes vorstoßen. Doch mittelfristig will Heins Blackberry-10-Geräte mit Touchscreen und Tastatur auch für andere Zielgruppen bereitstellen. Besonders der Markt für Geräte mit Tastatur werde von vielen Herstellern sträflich vernachlässigt, sagte Heins. „Uns gehört der QWERTZ-Markt. Und wir wollen unsere Kunden glücklich machen."

Was Entwickler betrifft, so konnte Heins keine neuen Apps für Blackberry 10 nennen. Das Unternehmen habe eine Reihe an „Must-have"-Apps und es gebe mehrere hundert Programme, die man in allen Ländern anbieten wolle. Heins sagte, man fühle sich gut, dort, wo man gerade stehe. „Ich denke, wir werden uns am 30. Januar in guter Verfassung präsentieren."

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