VON TOM ORLIK
Das Warten auf Chinas neue Führung ist vorbei. Jetzt geht der Alltag weiter. In den Monaten vor dem Wechsel in Chinas Führungsriege wuchs die Hoffnung auf Wandel vor allem in drei Bereichen. Gehofft wurde auf mehr Reformer im Ständigen Ausschuss des Politbüros, auf einen größeren Wettbewerb bei der Auswahl der Parteiführer und stärkere Betonung von Rechtsgrundsätzen sowie auf einen moderneren Entscheidungsprozess an der Spitze.
Im Kampf um die Top-Posten haben die Reformer gegenüber den Konservativen verloren. Li Yuanchao und Wang Yang, die beide als Verfechter des politischen Wandels gelten, schafften es nicht. Stattdessen bekamen die älteren ...





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