• The Wall Street Journal

Zynga räumt weiter auf

Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, das Wachstum verlangsamt sich und der Aktienkurs sackt immer tiefer: Die Zeiten für Zynga könnten besser sein. Und jetzt wird auch noch die Führungsebene neu gestaltet.

Der Entwickler von sozialen Spielen aus San Francisco erklärte am Dienstag, man habe David Ko die bislang offene Stelle des Chief Operating Officers (COO) übertragen. Ko hatte zuvor das Mobilgeschäft von Zynga geleitet. Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass Chief Financial Officer (CFO) David Wehner die Firma in Richtung Facebook verlassen wird. Seine Funktion wird Vorstandsmitglied Mark Vranesh künftig mitübernehmen. Zu den weiteren Veränderungen gehört die Beförderung von Steve Chiang zum Leiter der Spieleabteilung. Barry Cottle wird die Position des Chief Revenue Officer übernehmen.

Reuters

Zynga hat am Dienstag erklärt, man habe David Ko die bislang offene Stelle des Chief Operating Officers (COO) übertragen.

In einer Stellungnahme wünschte Zynga-Chef Mark Pincus Wehner „viel Erfolg bei seinem neuen Job". Er fügte hinzu, dass „Mark, David, Barry und Steve an unsere Zukunft glauben und Teil einer talentierten Gruppe sind, die wir bei Zynga haben."

Der Vorstandsumbau ist die neueste Volte einer Reihe von Veränderungen bei Zynga. Das Unternehmen hat in diesem Jahr mehrmals seine Führungsebene umstrukturiert, nachdem zahlreiche Mitarbeiter die Firma in den vergangenen Monaten verlassen hatten. Neben Wehner suchten zuvor bereits weitere leitende Angestellte ihr Glück bei konkurrierenden Spieleentwicklern. Einige schlossen sich jungen Start-ups an. Unter anderem verlor Zynga seinen Marketingchef und den Technologievorstand sowie den Verantwortlichen für Zynga Poker.

Zynga war im Dezember 2011 an die Börse gegangen. Seit damals ist der Aktienkurs des Unternehmens rasant gefallen. Am Dienstag schlossen Zynga-Aktien bei 2,11 US-Dollar. Das waren fast 80 Prozent weniger als am Erstausgabetag. Damals hatte der Kurs noch bei 10 Dollar je Aktie gelegen.

Zynga verdankt seinen Aufstieg zu einem der größten Anbieter von Onlinespielen seinen Klassikern Farmville und Cityville, die es für das riesigen soziale Netzwerk von Facebook umsetzte. Weil das Unternehmen seine Einnahmen zum Großteil durch den Verkauf von virtuellen Gütern generiert, steht es heute allerdings vor großen Problemen. Denn die Konkurrenz ist groß, und die Kunden konzentrieren sich immer stärker auf mobile Spiele. Um auf dem Markt der mobilen Spiele konkurrenzfähiger zu sein und mit Spielen ordentliche Gewinne zu erzielen, hat die Firma damit begonnen, ihre Führungsebene durchzuwürfeln.

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