Von DON CLARK
Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices will sich nicht selbst zum Verkauf stellen. "AMD treibt einen Verkauf des Unternehmens nicht eigenständig voran, auch wesentliche Vermögenswerte stehen nicht zum Verkauf", sagte ein AMD-Sprecher. Damit dementierten die Amerikaner einen Artikel der Nachrichtenagentur Reuters, wonach AMD die Investmentbank J.P. Morgan Chase beauftragt habe, einen möglichen Verkauf des Unternehmens oder seines Patentportfolios zu prüfen. Die AMD-Aktien hatten daraufhin zunächst gut 5 Prozent zugelegt, im nachbörslichen Handel - nach dem Dementi - aber einen Großteil davon wieder eingebüßt.
AMD stellte klar, dass ein Unternehmensverkauf nicht geplant sei. "Das Management setzt auf die optimierte Nutzung seines breit gefächerten Technologie-Know-Hows", sagte ein Unternehmenssprecher. Damit soll langfristiges Wachstum gesichert und der Wert des Unternehmens für die Aktionäre gesteigert werden.
AMD hat mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen. Die schwächelnde PC-Nachfrage und der andauernde harte Wettbewerb mit dem Rivalen Intel machen den Kaliforniern zu schaffen.
Darauf hatte AMD im Oktober mit der Ankündigung von Stellenstreichungen reagiert - der zweite Jobabbau in diesem Jahr. Weitere 15 Prozent der knapp 12.000 Mitarbeiter sollen gehen. Im laufenden vierten Quartal sollen dadurch 20 Millionen, 2013 dann noch einmal 190 Millionen Dollar eingespart werden.
Nach einem Gewinn von 97 Millionen im Vorjahr war der Konzern im dritten Quartal mit 157 Millionen Dollar in die Verlustzone gerutscht. Die AMD-Papiere haben in Laufe des Jahres rapide an Wert eingebüßt. Momentan kosten die Aktien gerade noch 2,03 Dollar, Ende März waren sie noch das Vierfache wert.
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