• The Wall Street Journal

Apple will weitere Samsung-Geräte verbieten lassen

dapd

Apples iPhone 4S (links) und Samsungs Galaxy S III. Die beiden Tech-Giganten liefern sich weiter einen weltweiten Patentkrieg.

Der Patentkrieg zwischen Apple und Samsung geht unvermindert weiter. Das Ausmaß des Kampfes wird augenscheinlich nur von der Größe der Produktlinien beider Firmen beschränkt. Nachdem die Südkoreaner in der vergangenen Woche das iPhone 5 auf ihre Klageliste gesetzt hatten, sollen nun auch der iPod touch 5, das iPad 4 und das iPad mini folgen. Kaum verwunderlich: Auch Apple hat einen Antrag gestellt, um eine Reihe neuer Samsung-Produkte ebenfalls beanstanden zu können.

Apple, Google, Samsung: Wer ist der Tech-König der Börse?

In einem „Wie du mir, so ich dir"-Antrag aus der vergangenen Woche bat Apple das Gericht in San Jose das Galaxy Note II, das Galaxy S III mit Android 4.1, das Galaxy S III mini, das Samsung Rugby Pro, das Galaxy Tab 8.9 mit Wifi und das Galaxy Tab 2 10.1 in seine Klageschrift wegen Verletzungen des geistigen Eigentums gegen Samsung aufnehmen zu dürfen.

„Apple hat schnell gehandelt, um darzulegen, dass viele der neuen Produkte ebenfalls gegen Patente verstoßen, die Apple bereits geltend macht", heißt es im Antrag der US-Amerikaner.

Sollten die Richter den Anträgen zustimmen, dann wären die beiden konkurrierenden Fälle ziemlich aktuell, was die Produktlinien der beiden Technologiefirmen betrifft. Allerdings dürfte es nicht vor März 2014 zu einem Prozess kommen. Und dann werden vermutlich schon wieder ganz andere Geräte verkauft. Man kann also davon ausgehen, dass es bis dahin noch weitere Updates geben wird. Und nicht vergessen: Mit jedem neuen Produkt steigt auch die Summe an potenziellem Schadenersatz, den die Firmen fordern. Denn je mehr verkauft wird, desto höher die Forderungen.

Das muss für Apple nicht viel heißen. Dessen iOS-Produktlinie ist relativ überschaubar. Es könnte sogar sein, dass bis zum Prozessbeginn keine neue Kategorie mehr hinzukommt. Bei Samsung sieht es jedoch ganz anders aus. Die Südkoreaner sind viel breiter aufgestellt, und alle zukünftigen Updates könnten dazu führen, dass Apple seine Ansprüche ausweitet.

Apples jetziger Antrag kommt drei Monate nach der Entscheidung eines US-Gerichts, das Samsung zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 1,05 Milliarden US-Dollar verurteilt hatte.

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