• The Wall Street Journal

Obama will Elisse Walter als neue SEC-Chefin

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Sie soll Mary Schapiro nach dem Willen Präsident Barack Obamas beerben: Elisse Walter, ebenfalls in der SEC tätig.

Kurz nachdem Mary Schapiro ihren Rücktritt von der Spitze der US-Börsenaufsicht SEC bekanntgegeben hat, gab US-Präsident Barack Obama bereits bekannt, wen er gerne als Nachfolgerin der ersten Frau auf dem Spitzenposten der Securities and Exchange Commission haben möchte. Elisse Walter, die derzeit als Kommissarin bei der SEC arbeitet und Obamas Demokratischer Partei angehört, soll Schapiro beerben.

Präsident Barack Obama erklärte seine "tiefe Dankbarkeit" für die scheidende SEC-Chefin. Als Nachfolgerin will Obama das aktuelle SEC-Mitglied Elisse Walter nominieren, wie das Weiße Haus am Montag erklärte. „Ich bin zuversichtlich, dass Elisses jahrelange Erfahrung ihr in der neuen Position gut nützen werden", sagte Obama in einer Erklärung. Walter ist eine Vertreterin der Demokraten im fünfköpfigen SEC-Ausschuss.

Walter könnte aber nur eine Übergangskandidatin sein. Sie könnte und den Posten übernehmen, bis eine langfristige Lösung gefunden ist. Die designierte Chefin der Securities and Exchange Commission ist von Hause aus Juristin und blickt auf eine lange Karriere als Finanzmarktaufseherin zurück. Ausgebildet wurde sie an den Eliteuniversitäten Yale und Harvard.

Die Entscheidung, ihr Amt Mitte Dezember niederzulegen, beendet eine turbulente Zeit für Schapiro. Sie hatte das Amt 2009 in einer Phase übernommen, als die Behörde wegen der Aufdeckung des Schneeballsystem von Bernard Madoff taumelte.

Schapiro blickt auf eine lange Karriere in der Regulierung zurück. Aktuelle und ehemalige SEC-Beamte schreiben ihr zugute, dass sie die Finanzaufsicht wieder auf Kurs gebracht hat, nachdem diese wegen des Debakels, den Madoff-Skandal nicht aufgedeckt zu haben, stark unter Beschuss gekommen war. Mit ihrer sympathischen Art und ihrer Erfahrung habe sie geholfen, das ramponierte Image der SEC zu reparieren, die Macht der Aufsicht im Zuge einer umfassenden Reform der Regulierungsvorschriften zu schützen und die Moral der Mitarbeiter wieder aufzurichten.

Eines der zentralen Vorhaben von Schapiro, eine engere Regulierung des 2,6 Billionen Dollar schweren Markts für Geldmarktfonds, scheiterte in diesem Sommer allerdings. In der fünfköpfigen Kommission konnte sie keine Mehrheit für den Plan erzielen. In einer beispiellosen Aktion bat die SEC-Chefin daraufhin eine andere Regulierungsbehörde, das Financial Stability Oversight Council darum, das Vorhaben zu beenden.

Reuters

Mary Schapiro, hier im Juni vor dem Bankenausschuss des Kongresses.

Offiziell wird Schapiro am 14. Dezember zurücktreten. "Es war eine unglaublich erfüllende Erfahrung, mit so vielen engagierten Mitarbeitern bei der SEC zu arbeiten, die jeden Tag danach streben, die Anleger zu schützen und sicherzustellen, dass unsere Märkte integer funktionieren", schrieb sie in einer Erklärung. "In den vergangenen vier Jahren haben wir eine Rekordzahl an Fahndungsaktionen durchgeführt, uns mit so vielen neuen Vorschriften beschäftigt wie selten zuvor und vom Kongress mehr Vollmacht bekommen, um unsere Mission besser erfüllen zu können."

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