• The Wall Street Journal

Brasilianische Firma verkauft eigene Iphones

SAO PAULO—Das ist mal eine Überraschung für Apple : Ein Unternehmen in Brasilien hat mit dem Verkauf von IPHONEs begonnen – aber die haben nichts mit den weltberühmten Smartphones von Apple zu tun.

Der Hintergrund ist einfach: Gradiente SA hat die Marke IPHONE bei den brasilianischen Behörden schon im Jahr 2000 schützen lassen, sechs Jahre vor Apple, und hat deshalb das Recht, den Namen im ganzen Land zu nutzen. Das Unternehmen, dass sich gerade von einer Restrukturierung Anfang des Jahres erholt, teilte mit, dass es „alle weltweit von allen Unternehmen praktizierten Maßnahmen ergreifen wird", um seine geistigen Eigentumsrechte in Brasilien zu schützen. Eine Sprecherin von Apple in Brasilien reagierte nicht auf eine E-Mail-Anfrage nach einem Kommentar.

[image] Associated Press

Apple muss sich der Namenskonkurrenz in Brasilien erwehren. Im Bild das originale iPhone 5.

Das brasilianische Unternehmen behauptet, schon bei der Namensanmeldung beim brasilianische Patentamt im Jahr 2000 vorausgesehen zu haben, dass es „bei Handys weltweit eine technologische Revolution" geben werde. Registriert wurde der Markenschutz dann am 2. Januar 2008 und Gradiente sagt, die exklusiven Rechte seien bis 2018 gültig.

Am Dienstag hat das brasilianische Unternehmen zum ersten Mal den Verkauf eines IPHONEs gestartet, zum Preis von 599 Brasilianischen Real (288 US-Dollar). Weitere sollen folgen.

Die Zeitung Valor Economico berichtet, Apple habe seinen Markenschutz erst im Jahr 2006 beantragt. Irgendwann im nächsten Jahr werde dieser wohl abgelehnt werden. Der Verkaufsstart von Apples iPhone 5 begann in der vergangenen Woche. Hier kostet das Gerät in der 16-Megabyte-Version rund 2.500 Real.

Eine ähnliche Auseinandersetzung steht Apple auch in Mexiko bevor, wo ein Telekomunternehmen namens iFone im November bekannt gegeben hat, sich im Markenstreit gegen Apple durchgesetzt zu haben. Das Gericht habe dem kalifornischen Technologieriesen in einem seit 2009 laufenden Prozess die Namensschutzrechte für iPhone verwehrt. Das mexikanische Unternehmen hatte 2009 Klage gegen Apple erhoben, weil dessen ähnlich klingender Markenname für Verwirrung sorgen würde.

Apple verkauft sein iPhone in Mexico seit 2007, vier Jahre nachdem das einheimische Telekomunternehmen den Namen iFone angemeldet haben will.

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