• The Wall Street Journal

Toyota überzeugt und will noch mehr

Der weltgrößte Autohersteller Toyota hat von April bis Dezember von einem starken Geschäft in Asien und den USA profitiert. Für das Gesamtgeschäftsjahr traut sich das Unternehmen sogar noch mehr zu. Dank des wieder nachgebenden Yen rechnet Toyota nun mit einem Ergebnis von 860 Milliarden Yen in 2012/2013 per Ende März. Das sind umgerechnet 6,9 Milliarden Euro. Zuvor lag die Schätzung bei 780 Milliarden Yen. Beim Umsatz wollen die Japaner nun sogar 21,80 Billionen Yen erreichen, etwa eine halbe Milliarde mehr als bislang erwartet.

Im Zeitraum von April bis Dezember verdiente Toyota unter dem Strich 648,2 Milliarden Yen und damit fast vier Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Damit wird deutlich, dass der Autobauer die Schwierigkeiten aus der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor fast zwei Jahren, die zu massiven Produktionseinschränkungen geführt hatte, immer weiter hinter sich lässt.

Associated Press

Der weltgrößte Autohersteller Toyota hat von April bis Dezember von einem starken Geschäft in Asien und den USA profitiert. Für das Gesamtgeschäftsjahr traut sich das Unternehmen sogar noch mehr zu.

In dem Neunmonatszeitraum verkaufte Toyota insgesamt - auch dank eines starken Wachstums in Japan - 6,63 Millionen Autos. Das waren 1,63 Millionen Fahrzeuge mehr als im Vorjahr. In Nordamerika lag der Absatz bei 1,87 Millionen Fahrzeugen, und das entspricht einem Verkaufsplus von 596.587 Einheiten. In Europa waren die Verkäufe wegen der Kaufzurückhaltung in Folge der Schuldenkrise verhalten, hier lag der Absatz von April bis Dezember bei 603.000 Autos, und das waren somit gerade mal 23.365 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr.

Im dritten Quartal wies Toyota unter dem Strich allerdings nur 99,9 Milliarden Yen aus. Analysten hatten hier 152,81 Milliarden Yen erwartet. Die Beilegung einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten und die niedrigere Nachfrage aus China haben den Gewinn belastet.

Seit Herbst vergangenen Jahres machen Toyota die antijapanischen Proteste in China zunehmend zu schaffen, und die Verkäufe knickten deutlich ein. Gegenstand des Streits ist der Plan der japanischen Regierung, die Senkaku-Inseln zu kaufen, die auf Chinesisch Diaoyu heißen. Das Archipel wird von Japan kontrolliert; aber auch China und Taiwan erheben Ansprüche darauf. Nach Aussage der japanischen Autobauer vor ein paar Tagen beginnt sich die Nachfrage in China langsam wieder zu erholen, allerdings ist die Nachfragedelle im Rennen um den hart umkämpften Markt immer noch als ein herber Rückschlag zu sehen. Für Toyota lief es besser als für den heimatlichen Konkurrenten Honda. Dieser musste seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wegen der Absatzschwäche in China und Europa vergangene Woche erneut herunterschrauben.

Der japanische Autohersteller Toyota Motor hatte sich erst kürzlich die Branchenkrone wieder zurückerobert und den Wettbewerber General Motors ausgestochen. Mit einem Verkaufsplus von 23 Prozent im vergangenen Jahr sind die Japaner nun wieder nach 2010 der größte Autobauer der Welt. In dem Zwölfmonatszeitraum verkaufte der Konzern weltweit den Spitzenwert von 9,75 Millionen Autos, die US-Amerikaner setzten 9,29 Millionen Fahrzeuge ab. Die deutsche Volkswagen AG verkaufte auf der Welt 9,07 Millionen Fahrzeuge. VW will bis 2018 größter Autohersteller der Welt werden.

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