Von HANS BIELEFELD
Die Bayerische Landesbank beginnt mit der Rückzahlung ihrer staatlichen Beihilfen. Am Freitag würden "planmäßig" 350 Millionen Euro an den Freistaat überwiesen, teilte die BayernLB mit. Bis 2019 muss die Münchner Bank insgesamt rund 5 Milliarden Euro zurückzahlen. Der Freistaat hatte ihr Ende 2008 mit insgesamt 10 Milliarden Euro Eigenkapital und einer Garantie unter die Arme gegriffen, nachdem die BayernLB nach Fehlspekulationen mit US-Immobilienpapieren und dem milliardenschweren Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) an den Rand der Pleite gerutscht war.
Künftig will sich das Institut stärker auf das Privatkunden-, Mittelstands- und Immobiliengeschäft konzentrieren. So schaffen die Münchner für die Deutsche Kreditbank (DKB) ein eigenständiges Segment. Alle Geschäftsbereiche, die die Bank wegen EU-Auflagen einstellen muss, fasst sie in einem neuen Segment zusammen und schafft hierfür den neuen Bereich Nichtkerngeschäft (Non Core Unit - NCU). Die Sparte NCU soll durch Verkauf von Beteiligungen und dem Auslaufen von Aktivitäten sukzessive abgeschmolzen werden. Nach Abschluss des Schrumpfprozesses werde sich die Mitarbeiterzahl der Landesbank im Konzern bis spätestens 2019 auf etwa 5.000 halbieren, sagte ein Sprecher.
Begleitet werde die Umstrukturierung durch ein "konsequentes Effizienzsteigerungsprogramm". Angaben zu einem Umfang des Programmes konnte ein Sprecher nicht machen. Die Arbeit der betreffenden Abteilung habe gerade erst begonnen, sagte er.
Zum 1. Februar 2013 bekommt das Kreditinstitut einen neuen Vorstand. Michael Bücker wechselt von der Asset Management Tochter der Commerzbank, Commerz Real AG, bei der er seit 2009 als Vorstandssprecher arbeitet, zu dem Münchner Geldinstitut und wird dort Nachfolger von Jan-Christian Dreesen, der als Finanzvorstand zum FC Bayern München wechselt.
Kontakt zum Autor: hans.bielefeld@dowjones.com




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