• The Wall Street Journal

EU genehmigt Fusion von Glencore und Xstrata

Die EU-Kommission hat die Fusion des Bergbaukonzerns Xstrata mit dem Rohstoffhändler Glencore genehmigt. Eine Auflage machten die Wettbewerbshüter jedoch. Glencore muss einen exklusiven Vertrag mit der belgischen Zinkhütte Nyrstar auflösen und den Minderheitsanteil an dem weltgrößten Zinkproduzenten verkaufen. Die Blicke von Glencore richten sich jetzt nach China, wo die Behörden die Transaktion derzeit noch prüfen. Das positive Votum der Aktionäre haben die Unternehmen schon in der Tasche.

Glencore und Xstrata sind mit dem grünen Licht aus Brüssel fast an ihrem Ziel angekommen, einen Rohstoff-Giganten mit einer Marktkapitalisierung von gut 70 Milliarden US-Dollar zu schaffen. Bis dorthin war es ein weiter Weg. Seit der Ankündigung des Zusammenschlusses hatte es ein ständiges Hin und Her gegeben. Zwischenzeitlich stand der Deal schon kurz vor dem Aus, nachdem mehrere Xstrata-Anteilseigner, darunter der arabische Großaktionär Qatar Holding, gegen den Preis rebelliert hatten. Glencore hatte auf den Druck reagiert und die Offerte für Xstrata nachgebessert.

Die Auflage der EU dürfte für Glencore kein Problem sein. Der Rohstoffhändler war den Bedenken der Kommission wegen des Wettbewerbs auf dem europäischen Zinkmarkt schon im Vorfeld entgegengekommen und hatte sich zur Beendigung des Vertrags mit Nyrstar und dem Verkauf des 7,8-prozentigen Anteils an dem Unternehmen bereit erklärt.

Chef des fusionierten Konzerns wird Glencore-CEO Ivan Glasenberg, der einen Zusammenschluss mit Xstrata schon seit längerer Zeit angestrebt hatte. Er verspricht sich davon, mehr Produkte über Glencores lukrative Handelskanäle schleusen zu können. Das neue Gewicht soll auch helfen, sich gegen Konkurrenten wie die Industrie-Giganten BHP Billiton und Rio Tinto zu behaupten.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

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