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Die Dos und Don'ts bei Apps

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Apps auf einem iPhone von Apple.

Sie wollen ein App-Programmierer werden? Stürzen Sie sich ins Getümmel!

In den vergangenen Jahren haben Zehntausende Entwickler fast eine Millionen Apps entwickelt, und die Anzahl steigt weiter. Schon jetzt haben Programmierer mehr als 8 Milliarden Dollar allein durch Apples App Store ausgezahlt bekommen, so die offiziellen Zahlen des Unternehmens.

Doch der Erfolg ist für viele eine Illusion, da kleinere Entwickler von den Giganten der Branche überrollt werden. Nur 2 Prozent der 250 erfolgreichsten App-Hersteller im App Store sind Newcomer, ergab eine Studie der Marktforschungsfirma Distimo.

Für diejenigen, die den neusten Hit entwickeln wollen gibt es im Folgenden einige Dos and Don'ts von den Profis.

Do:

Begrenzen Sie Ihre Idee auf etwas wirklich Nützliches. Wenn Ihre App nicht etwas ist, was die Nutzer mehrfach am Tag nutzen werden, schmeißen Sie sie weg.

Loren Brichter, der Tweetie entwickelt hat, die populäre Twitter-App, die Twitter später aufkaufte, sagt, dass er rund 80 Prozent seiner Ideen wegschmeißt, um sich auf die diejenigen zu konzentrieren, die wirklich gut sind. Es gibt einen Grund dafür, dass einige der erfolgreichsten Apps Foto-Sharing-Dienste sind. Fotografieren gehört zu den Dingen, die Konsumenten mit ihre Smartphones am häufigsten tun.

Lernen Sie die Grundlagen des Programmierens. Sie brauchen kein Technikfreak zu sein, um heute eine App zu entwickeln. Apple stellt einen Werkzeugkasten namens Xcode zur Verfügung – eine Software, die Ihnen hilft, eine App zu programmieren. Doch App-Experten sagen, dass es nützlich ist, zumindest die Basis zu lernen – wie die Programmiersprachen C und Objektive-C. Das ist wichtig, um die App klug zu programmieren, damit sie keine Ressourcen verschwendet oder den Akku unnötig leersaugt. Denjenigen, die nicht programmieren können, empfehlen viele Programmierer, dies beim Programmieren einer App zu lernen. Außerdem empfehlen sie eher Bücher als Online-Kurse.

Entwickeln Sie Funktionen, die Feedback geben. Es gibt keinen verlässlicheren Weg, Nutzer zu verärgern, als sie dazu zu zwingen, über längere Zeit auf einen statischen Bildschirm zu starren. Bauen Sie Fortschrittsbalken und Animationen ein, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu halten, während Funktionen laden, sagt Tomer Kagen, Geschäftsführer der App-Suchmaschine Quixey. Diese Funktionen können auch den Spaß an der App erhöhen.

Testen Sie weise. Anders als eine Website können Sie Apps nicht während der Benutzung anpassen. Daher ist es wichtig, dass die App von vorne herein richtig programmiert wird, wodurch das Testen noch wichtiger wird. Dienste wie die TestFlight App helfen bei der Verteilung der App an eine Testgruppe, bevor sie im App Store veröffentlicht wird.

Misha Laylin, Vorstandschef des Spielerherstellers ZeptoLab UK, der unter anderem mit „Cut the Rope" einen Hit gelandet hat, empfiehlt die App zunächst auf einem kleineren Markt wie Kanada oder Europa zu testen, bevor sie in den USA veröffentlicht wird. Sie haben nur einmal die Chance eines ersten Eindrucks.

Nutzen Sie Crosspromotion. Eine App zu entwickeln ist nur die halbe Miete – Sie müssen sie auch bekannt machen und vermarkten. Crosspromotion über andere Apps ist der beste Weg, sagen Entwickler. Wenn Sie mehrere Apps haben, stellen Sie sicher, dass sie Icons oder Banner haben, die die Nutzer innerhalb der Apps auf die anderen Angebote hinweisen. Oder Sie können Dienste wie Chartboost, PlayHaven und Applifier nutzen, die Ihnen erlauben, Ihre App innerhalb ähnlicher Apps zu bewerben.

Don't:

Bei einem Geschäftsmodell bleiben. Die Tage in denen Sie sich entscheiden mussten, ob Sie eine Gratis-App oder eine Bezahl-App entwickeln, sind vorbei. Entwickler verschmelzen beide Konzepte – von kostenlosen Apps mit In-App-Käufen bis hin zu Apps, die den Nutzer für Premium-Funktionen zur Kasse bitten.

Jack Nutting, Entwickler bei dem Kinderspielzeughersteller Toca Boca, empfiehlt, ab und zu Bezahl-Apps kostenlos anzubieten. Indem er die 1,99-Dollar-App Tocal Hair Salon 12 Tage lang gratis angeboten hat, konnte das Unternehmen die Downloads kräftig ankurbeln. Das brachte eine Welle neuer Nutzer zu dieser App und zu anderen kostenpflichtigen Apps, die innerhalb des Spiels beworben wurden. Unterm Strich brachte das dem Unternehmen mehr Einnahmen.

Von Entwicklerplattformen aus einer Hand verleiten lassen. Was mobilen Entwicklern die meisten Kopfschmerzen bereitet, ist das Entwickeln von Apps für verschiedene Geräte und Betriebssysteme. Einige Technologien versprechen diesen Schmerz zu lindern. Das reicht von HTML5, um Apps für den Webbrowser zu schreiben, bis Unity, einer Entwicklerplattform, die es ermöglicht, Spiele für viele verschiedene Plattformen auszuliefern. Zwar können diese Technologien Zeit sparen – doch vielen Entwicklern nötigen sie zu viele Kompromisse ab.

„Sie nutzen damit nicht das Besondere des Geräts, sondern erhalten eine 0815-App", sagt Chris Early, Vice President der Digital-Publishing-Sparte für Spiele bei Ubisoft . Er empfiehlt, für jedes Gerät einzeln zu optimieren.

Unity-Chef David Helgason hingegen sagt, dass sein Dienst sehr flexibel ist und die spezifischen Vorteile verschiedener Plattformen nutzen kann.

Kopieren. Die Welt benötigt keinen weiteren Foto-Sharing-Dienst. In jeder Kategorie von App Stores finden Sie einen Marktführer und viele kleinere, ähnliche Dienste bis hin zum Ende der App-Charts. „Die ersten zwei oder drei Player, die ein Spiel kopieren, können sich vielleicht einen Teil des Kuchens sichern, doch dann wird es immer weniger", sagt Nutting.

Zu viele Updates. Ihre App ist also veröffentlicht. Nun kommen die Fehlerbehebungen und Aktualisierungen. Es gibt keine Faustregel, wie lange zwischen neuen Veröffentlichungen gewartet werden sollte. Doch die Profis empfehlen, damit zu warten, bis es eine wirklich neue Funktion gibt, statt jeden Fehler, den Sie finden, einzeln zu korrigieren.

Das Einreichen einer neuen Version der App kann ein „schmerzhafter Prozess" sein, sagt Gentry Underwood, ein Unternehmer, der kürzlich die E-Mail-Managament-App Mailbox veröffentlicht hat.

Eine App bauen, wenn es auch eine Website tut. Lassen sie sich vom Hype rund um Apps nicht täuschen. Wenn Ihr Dienst sehr inhaltelastig ist – beispielsweise ein Blog –, dann tut es auch eine Website. Sparen Sie sich die Zeit und den Stress, indem Sie eine mobile Website erstellen, die auf vielen verschiedenen Geräten genutzt werden kann.

„Sie können sich den ganzen Ärger aufhalsen und eine App entwickeln", sagt Underwood. „Doch Sie werden möglicherweise mit einer Website genauso gut bedient sein."

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

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