• The Wall Street Journal

DIHK fürchtet Nachteile aus Freihandel mit USA

In der deutschen Industrie ruft das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit Blick auf China auch Bedenken hervor. "Protektionismus gegen China wäre genau die verkehrte Stoßrichtung", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, dem Nachrichtenmagazin Focus. Eine Vielzahl der exportorientierten mittelständischen Unternehmen profitiere nicht von bilateralen Abkommen.

Im deutschen Interesse sei eine breit angelegte Politik des Freihandels, so Treier. "Mit den USA haben wir bereits einen gut florierenden Handel", so der Funktionär. "Wenn aber China das Abkommen als Affront sehen würde, könnte das heimischen Unternehmen schaden."

Die deutsche Wirtschaft leide unter der Abschottungstendenz einzelner Staaten wie China, Russland, Indien und Brasilien. Es sei darum wichtig, im Schulterschluss mit den USA und durch richtige Kommunikation einen Anreiz für weitere Freihandelsabkommen mit den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) zu schaffen.

Präsident Barack Obama hatte diese Woche in seiner Rede zur Lage der Nation in Washington gesagt: "Heute gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden." Die Bundesregierung begrüßte die Ankündigung. "Das ist ein wertvoller Beitrag für mehr Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten", hatte Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt. Die Bundesregierung hoffe, dass die "Voraussetzungen für die Verhandlungsaufnahme" noch unter irischer EU-Ratspräsidentschaft geschaffen würden.

Kontakt zum Autor: matthias.goldschmidt@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Diese Villa ist die teuerste Immobilie der USA

    20 Hektar Fläche, dazu ein kilometerlanger eigener Strand und zwei Inseln obendrauf: Dieses opulente Anwesen in Connecticut ist die derzeit teuerste Immobilie in den USA, die zum Verkauf steht. Und das hat seine Gründe.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. Mai

    Haben Sie das Wetter gerade satt? Menschen weltweit geht es genauso: In England hagelt es, in Nepal und Norwegen gießt es in Strömen, in den USA stürmt und blitzt es und in Indien schwitzen sogar die Gänse. Schauen Sie nach in unseren Fotos des Tages!

  • [image]

    Tornados hinterlassen einen Pfad der Zerstörung

    Mit enormer Wucht haben Tornados in der Nacht zu Dienstag Städte und Dörfer im US-Bundesstaat Oklahoma getroffen, darunter auch eine Grundschule. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Dabei wird das enorme Ausmaß der Naturkatastrophe deutlich.

  • [image]

    Im Luxusreich der Teenager

    Damit sich ihre Kinder gern zu Hause aufhalten, lassen wohlhabende Eltern für sie luxuriöse Wohnbereiche mit Karaokeanlagen, Billardtischen und riesigen Computern gestalten. Einige treiben es dabei auf die Spitze.