• The Wall Street Journal

Obama hat seinen Finanzminister

Nachdem er seine Wunschkandidaten für die Sicherheitspolitik präsentiert hat, nimmt sich US-Präsident Barack Obama das wichtige Finanzministerium vor. An dessen Spitze würde der Präsident gerne seinen bisherigen Stabschef Jacob Lew sehen, wie ein mit der Personalsuche für das Kabinett vertrauter Demokrat sagte.

Der Harvard-Absolvent würde auf Timothy Geithner folgen, der aus dem Amt ausscheidet. Von ihm würde er auch die Großbaustellen Bankenreform und Haushaltssanierung erben. Auf den USA lasten Schulden von über 16 Billionen US-Dollar und die Einigung über die Fiskalklippe ist lediglich ein Aufschub auf Zeit. Der 57-Jährige hat jedoch bereits Erfahrung mit dem Management des US-Haushalts.

Zwischen 2010 und 2012 leitete er das Office of Management and Budget. Es überwacht, ob die Bundesbehörden die beschlossene Politik richtig umsetzen und dabei die Kosten im Rahmen bleiben. Lew hatte die Behörde bereits unter Präsident Bill Clinton geführt, in einer Zeit, als die USA Haushaltsüberschüsse erwirtschafteten.

Vor seiner Rückkehr in die große Politik arbeitete er an der New York University als Professor für öffentliche Verwaltung und war darüber hinaus Mitarbeiter der Großbank Citigroup. Trotz dieses Engagements ist Lew nicht so stark mit dem US-Finanzsektor verwoben wie viele seine Vorgänger. Um seine Ernennung perfekt zu machen, muss noch der US-Senat zustimmen.

Am Montag hatte Obama bereits seine beiden Kandidaten für den Chefposten der CIA und des Verteidigungsministeriums benannt. Geheimdienstdirektor soll der Obama-Vertraute John Brennan werden. Das Pentagon soll der frühere republikanische Senator Chuck Hagel leiten.

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