• The Wall Street Journal

FDP stürzt auf zwei Prozent ab

Der anhaltende Führungsstreit bei der FDP kostet die Liberalen Wählerstimmen. Im wöchentlichen Wahltrend von Stern und RTL halbiert sich ihr Wert von 4 Prozent vor Weihnachten auf nur noch 2 Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert seit Mitte Februar 2012. Auch die SPD büßt bei den Wählern Vertrauen ein. Sie sinkt um 2 Punkte auf 25 Prozent. Für die Sozialdemokraten ist es der niedrigste Wert seit Ende April 2012. Dazu kommt, dass SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auch als Person abgerutscht ist.

Die Union dagegen klettert um 1 Punkt auf ein neues Rekordhoch von 42 Prozent. Es ist im Stern-RTL-Wahltrend der bislang höchste Wert für CDU/CSU, seit Angela Merkel im Herbst 2005 zur Kanzlerin gewählt wurde.

Auch was die Kanzlerkandidaten angeht, gewinnt die Union auf Kosten der SPD: Wenn die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich nur noch 22 Prozent für den Ex-Finanzminister entscheiden - vier Punkte weniger als kurz vor Weihnachten.

dapd

Es geht abwärts: Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) .

Der Wert für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprang hingegen um sieben Punkte nach oben: 58 Prozent der Bürger würden sie nun direkt wählen. Zum Auftakt des Wahljahres 2013 hat sich der Vorsprung auf ihren Herausforderer damit auf 36 Punkte erhöht.

Die Grünen steigen um 2 Punkte auf 15 Prozent. Die Linke verbessert sich um 1 Punkt auf 9 Prozent. Nur die Piraten bleiben unberührt: Sie verharren in ihrem Tief von 3 Prozent, liegen damit aber noch vor der FDP. Auf "sonstige Parteien" entfallen 4 Prozent.

Mit 42 Prozent ist die Union derzeit alleine 2 Punkte stärker als SPD und Grüne zusammen, die gemeinsam auf 40 Prozent kommen. Zur Regierungsbildung wäre sie jedoch bei einem derartigen Wahlergebnis auf SPD oder Grüne als Koalitionspartner angewiesen. Das Forsa-Institut befragte von 2. bis 4. Januar 1.503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

—Mit Material von dapd

Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

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