Von MARKUS KLAUSEN
Der vor wenigen Wochen zurückgetretene Citigroup -Chef Vikram Pandit erhält eine Abfindung in Millionenhöhe. Sowohl Pandit als auch sein ebenfalls im Oktober zurückgetretener Stellvertreter John Havens erhalten jeweils eine Abfindung von knapp 7 Millionen US-Dollar. Die drittgrößte US-Bank begründete die Zahlung an den ehemaligen Chef mit den Fortschritten der Citigroup in diesem Jahr. Auf eine Extra-Abfindung muss er aber verzichten.
Pandit war im Oktober von seinem Posten zurückgetreten. Er hatte die New Yorker Bank seit 2007 geleitet und sie durch die Wirren der Finanzkrise geführt. Die Citigroup kam wie viele Wettbewerber in der Krise erheblich unter Druck und musste mit einer Finanzspritze über 45 Milliarden Dollar von der US-Regierung gerettet werden. Pandit hatte gesagt, dass er die Entscheidung für seinen Rücktritt eigenständig gefällt hat.
Manager und Berater der Citigroup hatten aber berichtet, dass dem plötzlichen Abschied ein Zusammenstoß im Verwaltungsrat vorausgegangen war. Dabei sei es um Strategien und die geschäftliche Entwicklung gegangen. Pandit habe sich in diesem Jahr eine Reihe von Fehlgriffen geleistet. Einige Mitglieder des Verwaltungsrats hätte das Gefühl beschlichen, der Board werde nicht ausreichend informiert, die Bank werde nicht effektiv geleitet, hieß es von Informanten.
In den fünf Jahren, die Pandit für Citigroup arbeitete, belief sich seine Vergütung auf etwa 56,5 Millionen Dollar, inklusive einbehaltener Leistungen. Alleine im vergangenen Jahr hatte er 14,9 Millionen Dollar verdient. Aktionäre hatten auch deswegen dieses Jahr erhebliche Kritik an der Bezahlung des Top-Managements geäußert. Pandit galt als einer der bestbezahlten Banker in der Branche.
Seit dem Rücktritt leitet Michael Corbat, ein erfahrener Banker aus den eigenen Reihen, die drittgrößte US-Bank. Pandit und Havens waren für einen Kommentar nicht zu erreichen.
Kontakt zum Autor: markus.klausen@dowjones.com





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