• The Wall Street Journal

Oettinger fordert langsameren Solarausbau

EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Solarenergie in Deutschland stärker abzubremsen. Ansonsten werde Deutschland schon 2015 seine Obergrenzen erreicht haben und den Zubau praktisch einstellen, sagte Oettinger der Wirtschaftswoche. Somit werde alles mit der "heute verfügbaren Technik" zugebaut und der technische Fortschritte "geht an uns vorbei".

Wegen hoher Fördergelder wurde in Deutschland massiv in den Ausbau von Solar- und Windenergieanlagen investiert, weshalb die Stromproduktion daraus erheblich zugelegt hat. Um beispielsweise den auf hoher See produzierten Strom aber von Nord- nach Süddeutschland zu übertragen, müssen zum Gelingen der Energiewende Netze und Stromtrassen ausgebaut werden.

Wie in jeder anderen Branche sollte laut Oettinger gelten: "Es wird nur dort produziert, wo die Ware auch abtransportieren werden kann." Doch diese Einflussmöglichkeit biete das Erneuerbare Energiengesetz nicht.

Noch deutlicher wurde Stephan Kohler, Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena). Er fordert die Bundesregierung auf, die derzeitige Förderung von erneuerbaren Energien so schnell wie möglich zu beenden. "Jede neue Photovoltaik- oder Windenergieanlage, die wir nicht sinnhaft integrieren können, hat im System einen negativen Effekt", sagt Kohler dem Spiegel.

Kohler schlägt vor, die Photovoltaik nur noch dort auszubauen, wo sie gebraucht wird und wo es Netze gibt, die den Strom aufnehmen können.

Kontakt zum Autor: markus.klausen@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Immobilienpreise

  • [image]

    So teuer ist Wohnen in deutschen Städten

    Wohnen in der Stadt wollen immer mehr junge Leute und auch Familien. Lange Anfahrtswege zur Arbeit schrecken sie ab. Die Verstädterung hat ihren Preis. Immobilien in Ballungszentren werden immer teurer.

  • [image]

    Barack Obamas große Berlin-Show

    Barack Obama war zum ersten Mal während seiner Präsidentschaft zu Gast in der deutschen Hauptstadt. Mit seiner Rede vor dem Brandenburger Tor reihte er sich in die Tradition von John F. Kennedy und Ronald Reagan ein. Wir zeigen die Bilder vom Besuch der Obamas in Berlin.

  • [image]

    Tausende Türken im regungslosen Protest

    Erdem Gündüz ist zur neuen Symbolfigur der türkischen Proteste geworden. Acht Stunden lang stand er auf dem Taksim-Platz in Istanbul – und rührte sich nicht. Im ganzen Land machen es ihm Menschen gleich.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 18. Juni

    Beim berühmten Pferderennen im britischen Ascot trinkt man trotz äußerer Eleganz den Sekt gern aus der Flasche, in Indien huldigen Hindus dem heiligen Fluss Ganges und in Madrid rücken die Abrissbagger in ein Elendsviertel ein. Das und mehr sehen Sie in unseren Fotos des Tages.

  • [image]

    Obama in Europa: Tanzen mit Angie, Boxen mit Wowi

    US-Präsident Barack Obama kommt viel herum - nicht nur, aber öfter in Deutschland, auch in Frankreich, Tschechien oder Großbritannien jubelt ihm die Menge zu. Wir zeigen schöne, nachdenkliche und sportliche Momente mit Obama in Europa.

  • [image]

    Spektakuläre Formen - Autos wie Skulpturen

    "Sinnlicher Stahl: Autos des Art Deco", unter diesem Titel zeigt das Frist Center for Visual Arts in Nashville, Tennessee, 19 Autos und zwei Motorräder. Die Ausstellung ist gewissermaßen eine Hommage an das im Art Déco gehaltene Gebäude: Sie zeigt Fahrzeuge in sinnlicher Strenge.

  • [image]

    Vom Holzmotorrad zum Schuhauto - die kuriosesten Fahrzeuge

    Mit Kristallen besetzte Autos oder ein Motorrad aus recycelten Fahrradteilen: Wer mit diesen Fahrzeugen unterwegs ist, zieht mit Sicherheit die Blicke auf sich. Wir zeigen, wie Menschen auf der ganzen Welt ihre fahrbaren Untersätze verschönern.