• The Wall Street Journal

Ericsson streicht in Schweden fast jede zehnte Stelle

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson plant angesichts des harten Wettbewerbs in der Branche drastische Einschnitte bei der Belegschaft. Der Konzern baut in Schweden 1.550 Stellen ab, das ist fast jede zehnte. Mehr als 17.000 der 109.000 Mitarbeiter beschäftigt der Konzern in seinem Heimatland.

Ericsson müsse sicherstellen, die Marktführerschaft zu behalten, sagte Personalchef Tomas Qvist. Der Großteil der abzubauenden Stellen entfällt auf Vertrieb und Verwaltung, aber auch auf Forschung und Entwicklung sind betroffen.

Am Vortag hatte Ericsson erklärt, dass die Gewinne mit Hilfe von drastischen Kostensenkungsmaßnahmen einen Schub erhalten sollen. Ein großes Marktwachstum ist nach Konzernangaben nicht zu erwarten, der weltweite Markt für Netzwerkzubehör wird voraussichtlich zwischen 2012 und 2015 etwa um 3 bis 5 Prozent zulegen.

Im dritten Quartal hatte Ericsson unter dem Strich lediglich 2,2 Milliarden Schwedische Kronen verdient. Das sind umgerechnet etwa 260 Millionen Euro und über 40 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Netzwerkbereich sackte im selben Zeitraum um 17 Prozent ab, hauptsächlich wegen schwächerer Geschäfte in Europa, China, Südkorea und Russland.

Der weltgrößte Hersteller von Ausrüstung für Mobilfunknetze hat harte eineinhalb Jahre hinter sich. Ericsson hatte versucht, seinen Marktanteil zu Lasten der Profitabilität zu steigern. Jetzt müssen die Kosten runter.

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