• The Wall Street Journal

Apple veröffentlicht iTunes 11

[image] screenshot

Der überarbeitete iTunes-Music-Store.

Am Ende hat es etwas länger gedauert, doch jetzt ist es da. Apple hat in der Nacht eine neue Version seines beliebten Multimedia-Verwaltungsprogramms iTunes veröffentlicht – einen Monat später, als ursprünglich angekündigt.

iTunes 11 ist die wohl größte Neuerung für das Programms, seit es vor über zehn Jahren auf dem Markt kam. Was 2001 als digitale Musik-Jukebox vorgestellt wurde, hat ein komplett neues Design bekommen. Die jetzt veröffentlichte Version setzt auf eine stärkere Integration von Apples iCloud-Service und iTunes-Store. Bei der Benutzeroberfläche hat man sich ein paar Dinge beim mobilen Betriebssystem iOS abgeguckt. Viele Elemente, die über die Jahre hinzugekommen sind, wurden eleganter eingearbeitet.

Verschwunden sind Cover Flow, der Eigentlich-gar-nicht-so-mini-Mini-Player und Ping – Apples soziales Netzwerk für Musik, das kaum Erfolge vorweisen konnte. Stattdessen gibt es nun eine spartanische horizontale Quellenauswahlleiste, einen wirklich kleinen Mini-Player und – anscheinend keine Interaktionsmöglichkeiten mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Zumindest keine, die ich finden konnte. Die Integration sozialer Netzwerke ist genauso rudimentär wie bei der Vorgängerversion. Genauer gesagt: es gibt keine. Mitteilen kann man nur, welche Musik einem im iTunes-Store gefällt. Was man gerade hört, bleibt privat.

screenshot

Auch die Film-Sektion wurde überarbeitet.

Ebenfalls neu: Die Synchronisation von Musikwiedergabe über iCloud, eine verbesserte Suchfunktion und „Up next" – eine Funktion, bei der angezeigt wird, welche Lieder als nächstes gespielt werden.

Natürlich ist es viel zu früh, ein abschließendes Urteil zu fällen. Schließlich gibt es noch zahlreiche andere Neuigkeiten, die gefunden und getestet werden wollen. Doch auf den ersten Blick sieht iTunes 11 wie eine ziemlich gelungene Überarbeitung einer Software aus, die im Ruf steht, über die Jahre zu vollgepackt und insgesamt auch zu komplex geworden zu sein. Es scheint ziemlich klar zu sein, wer bei der Überarbeitung eine wichtige Rolle gespielt hat: Apple-Design-Guru Jony Ive. Was noch erwähnt werden muss: Der iTunes-Store wurde aktiver in die Software integriert und ist überall präsent. Das dürfte vor allem die Anbieter von Inhalten glücklich machen.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 17. Mai

    Diesmal in den Bildern des Tages: Verhüllte Künstler in Hongkong, Vögel zählende Ranger in England, glückliche Studenten aus Maryland und mehr.

  • [image]

    Die neue S-Klasse

    Vor 62 Jahren fing alles mit dem Mercedes 220 an, dem Urahnen der heutigen S-Klasse. Daimler hat in Hamburg die zehnte Generation seiner Oberklasselimousine vorgestellt und sie soll Mercedes wieder auf den Thron der Luxusfahrzeuge bringen - unter anderem mit Parfum und Hot-Stone-Massageeffekt.

  • [image]

    Wie Weltraumbarde Chris Hadfield die Erde sieht

    150 Tage verbrachte der kanadische Astronaut Chris Hadfield auf der Internationalen Raumstation ISS. Wir zeigen wunderschöne Fotos aus dem All, die der Kanadier mit liebevollen Kommentaren getwittert hat.

  • [image]

    Argentiniens versunkene Stadt taucht wieder auf

    Eine kleine Stadt in der Nähe von Buenos Aires versank nach einem Dammbruch vor 27 Jahren im Meer. Mehr als ein Vierteljahrhundert später erblickt die argentinische Geisterstadt Epecuén wieder das Licht.

Erwähnte Unternehmen