• The Wall Street Journal

Siemens will 80 Prozent von Osram abspalten

Der Technologiekonzern Siemens hat sich auf Details für die geplante Abspaltung seiner Lichttochter Osram festgelegt. Nach den Plänen von Aufsichtsrat und Vorstand sollen 80,5 Prozent der hundertprozentigen Tochtergesellschaft über einen Spin-off an die Börse gebracht werden. Der Dax-Konzern selbst strebt eine Minderheitsbeteiligung an.

Billigt eine Dreiviertelmehrheit auf der Hauptversammlung im Januar die Pläne, erhalten die Siemens-Aktionäre für je zehn Siemens-Aktien eine Osram-Aktie. Die Siemens AG will nach dem Spin-off 17 Prozent und der Siemens Pension Trust 2,5 Prozent an Osram halten. An der Börse kam das Vorhaben gut an: Nach den Details zur Bewertung der Tochter drehte die Siemens-Aktie ins Plus

Ursprünglich sollte Osram schon viel früher aufs Börsenparkett gehen. Die weltweit heftig schwankenden Aktienkurse und die schlechte Konjunktur für das Geschäft mit Leuchtdioden hatten Siemens im September vergangenen Jahres aber von einer Platzierung Abstand nehmen lassen. Der richtige Zeitpunkt sei verpasst worden, gestand Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser vor einem Jahr ein.

Der Börsengang hätte der größte in Deutschland seit vielen Jahren werden sollen. Als das Marktumfeld noch besser war, wurde die mögliche Bewertung von Osram auf bis zu 7 Milliarden Euro geschätzt. Im Juli dieses Jahres hatte der Konzern den Plänen für einen eigenständigen, öffentlichen Börsengang endgültig eine Absage erteilt und sich statt dessen auf eine Abspaltung festgelegt.

Am Donnerstag dürfte das Thema auch bei Osram auf der Agenda stehen: Dann trifft der dortige Aufsichtsrat zusammen.

Osram zählt zu den führenden Lichtherstellern der Welt. Im Geschäftsjahr 2012 per Ende September erzielte das hundertprozentige Tochterunternehmen von Siemens einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro. Weltweit arbeiten rund 39.000 Menschen bei Osram, davon etwa 10.000 in Deutschland.

Kontakt zum Autor: ursula.quass@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Diese Villa ist die teuerste Immobilie der USA

    20 Hektar Fläche, dazu ein kilometerlanger eigener Strand und zwei Inseln obendrauf: Dieses opulente Anwesen in Connecticut ist die derzeit teuerste Immobilie in den USA, die zum Verkauf steht. Und das hat seine Gründe.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. Mai

    Haben Sie das Wetter gerade satt? Menschen weltweit geht es genauso: In England hagelt es, in Nepal und Norwegen gießt es in Strömen, in den USA stürmt und blitzt es und in Indien schwitzen sogar die Gänse. Schauen Sie nach in unseren Fotos des Tages!

  • [image]

    Tornados hinterlassen einen Pfad der Zerstörung

    Mit enormer Wucht haben Tornados in der Nacht zu Dienstag Städte und Dörfer im US-Bundesstaat Oklahoma getroffen, darunter auch eine Grundschule. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Dabei wird das enorme Ausmaß der Naturkatastrophe deutlich.

  • [image]

    Im Luxusreich der Teenager

    Damit sich ihre Kinder gern zu Hause aufhalten, lassen wohlhabende Eltern für sie luxuriöse Wohnbereiche mit Karaokeanlagen, Billardtischen und riesigen Computern gestalten. Einige treiben es dabei auf die Spitze.

  • [image]

    Die Krise erreicht die Stierkampf-Arena

    Die Jahrhunderte alte spanische Stierkampf-Tradition steht vor dem Aus. Regionaler Nationalismus und Tierschützer setzen ihr schon seit Jahren zu. Die Rezession droht dem blutigen Spektakel aber den Gnadenstoß zu versetzen.

Erwähnte Unternehmen