• The Wall Street Journal

Deutsche Börse baut Management früher als geplant um

Pünktlich zum Beginn des neuen Geschäftsjahres und damit drei Monate früher als geplant arrangiert die Deutsche Börse ihr Management um. So fällt das Kassamarkt- und Derivategeschäft, das die Segmente Xetra und Eurex umfasst, künftig unter die Leitung des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Andreas Preuß. Damit wird der 56-Jährige, der als möglicher Nachfolger von Börsen-Chef Reto Francioni gehandelt wird, weiter gestärkt. Allerdings muss er noch eine Weile darauf warten, den Chefposten zu übernehmen, schließlich wurde Francionis Vertrag erst kürzlich bis 2016 verlängert.

dapd

Gebäude der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main. Der Börsenbetreiber baut sein Führungsteam um.

Verstärkt wird das Team von Preuß durch Martin Reck, der die Leitung des Kassamarktes ab Januar verantwortet und damit die Stelle von Frank Gerstenschläger übernimmt. Reck war vorher im Bereich Group Strategy tätig. Wie angekündigt verlässt der bisherige Kassamarktvorstand Gerstenschläger Ende März auf eigenen Wunsch seinen derzeitigen Arbeitgeber. Er steht dem Unternehmen in den nächsten Monaten für Sonderaufgaben zur Verfügung.

Auch Francioni bekommt im neuen Jahr tatkräftige Unterstützung. Eric Müller, der seit 2008 sämtliche Treasury-Aktivitäten sowie die Abteilung Investor Relations verantwortet, übernimmt dann zusätzlich die Verantwortung für den Bereich Unternehmensstrategie und berichtet in dieser Rolle direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Müller ist seit 2010 außerdem Mitglied im Aufsichtsrat der Eurex Clearing AG.

Zum 1. Dezember übernimmt Hauke Stars wie bereits angekündigt die Verantwortung für das neu formierte IT-Vorstandsressort der Deutschen Börse. Zugleich werden unter ihrer Leitung das gesamte Marktdatengeschäft sowie ausgewählte externe IT-Dienstleistungen zusammengeführt. In diesem Bereich erhofft sich die Deutsche Börse weiteres Geschäft generieren zu können.

Kontakt zum Autor: Alexandra.Edinger@wsj.com

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