• The Wall Street Journal

Einhorn blockiert Apple mit einstweiliger Verfügung

Der Streit bei Apple um Vorzugsaktien und den Zugriff der Anteilseigner auf die hohe Liquidität des iPhone-Herstellers geht in die nächste Runde. Apple zieht einen umstrittenen Tagesordnungspunkt für die am Mittwoch anstehende Hauptversammlung zurück.

Hintergrund ist eine einstweilige Verfügung, die der aktivistische Anteilseigner David Einhorn – Chef und Gründer des Hedgefonds Greenlight Capital - erwirkt hat. Danach darf der Apple-Vorschlag nicht abgestimmt werden.

Der zuständige Bundesrichter Richard Sullivan in Manhattan erklärte, der Vorschlag von Apple verknüpfe drei Satzungsänderungen in unzulässiger Weise miteinander. Einer davon sieht vor, dass für die Ausgabe von dividendenberechtigten Vorzugsaktien eine Abstimmung der Aktionäre erforderlich ist. Diesen Passus lehnt Einhorn ab.

Der Richter setzte beiden Seiten eine Frist bis zum 1. März, um Vorschläge zur Beilegung des Konflikts vorzulegen.

[image] Reuters

David Einhorn, Chef und Gründer des Hedgefonds Greenlight Capital, will mehr aus der Kasse von Apple für die Aktionäre haben.

Einhorn kämpft bei Apple für die Ausgabe von Vorzugsaktien. So will der Hegdefondsmanager mehr Geld aus der Kassen für die Aktionäre loseisen. Apple hat 137 Milliarden Dollar auf der hohen Kante, die nicht nur bei Einhorn Begehrlichkeiten geweckt haben. Der dringt darauf, dass Apple Vorzugsaktien im Wert von 47 Milliarden Dollar ausgibt. Dies würde zudem neue Anlegertypen in die Aktie locken, die zuletzt deutlich unter Druck stand.

Apple lehnt dieses Unterfangen ab. Der Konzern bedauerte die richterliche Verfügung daher.

Wäre der strittige Tagesordnungspunkt von der Hauptversammlung angenommen worden, hätte dies die Ausgabe von Vorzugsaktien deutlich erschwert. „Dies ist ein klarer Sieg für alle Apple-Aktionäre", frohlockte ein Sprecher von Greenlight. Das Unternehmen hat im vierten Quartal seine Apple-Beteiligung um rund 20 Prozent auf 1,3 Millionen Aktien ausgebaut.

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