• The Wall Street Journal

Opel-Vertriebschef geht nach wenigen Monaten

Das Stühlerücken in der Führungsriege von Opel geht weiter: Nach nur wenigen Monaten verlässt Vertriebschef Alfred Rieck das krisengebeutelte Unternehmen. Er habe sein Amt auf eigenen Wunsch niedergelegt, hieß es in einer Pressemitteilung.

Der 56-jährige ehemalige VW-Manager übernahm erst im Juli das Vertriebsressort von Opel-Veteran Alain Visser, der vor knapp einem Jahr seinen Rückzug von dem Posten erklärt hatte. Riecks - zumindest interimistischer - Nachfolger wird Duncan Aldred. Der 43-Jährige Brite ist seit 2010 Chef der Opel-Schwester Vauxhall und wird diesen Job auch behalten.

"Wir respektieren Alfred Riecks Entscheidung und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute", sagte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky. Aldred habe die Marke Vauxhall erfolgreich aufgebaut und sie zur am schnellsten wachsenden Marke im Vereinigten Königreich gemacht.

Rieck war vor seiner Zeit bei Opel in mehreren Managementpositionen bei Volkswagen tätig. Zuletzt war er zweiter Mann des boomenden China-Geschäfts der Wolfsburger. In früheren Jahren arbeitete er auch für den schwedischen Autobauer Volvo.

Der Opel-Vorstand wurde in den vergangenen Monaten nahezu komplett auf den Kopf gestellt. Vorstandschef wird dem Vernehmen nach schon bald VW-Manager Karl-Thomas Neumann. Momentan lenkt Strategievorstand Thomas Sedran die Geschicke der Marke mit dem Blitz.

Kontakt zum Autor: nico.schmidt@dowjones.com

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