VON ANGELIKA BUSCH-STEINFORT
Die Europäische Union unternimmt einen neuen Versuch, die politische Macht von Ratingagenturen zu beschneiden. Das Europäische Parlament in Straßburg verabschiedete die seit Ende 2010 jetzt zum zweiten Mal überarbeitete Gesetzgebung zur Regulierung der Ratingagenturen. Zuvor war darüber schon eine Übereinkunft mit den Mitgliedstaaten erzielt worden.
Nach der neuen Gesetzeslage können Standard & Poor's, Moody's und Fitch sowie weitere Agenturen künftig gerichtlich belangt werden, wenn ihnen geschädigte Investoren und Wertpapieremittenten ein Fehlurteil nachweisen können. Ratings gelten nämlich nicht länger als Meinungsäußerung, sondern als Informationsdienstleistung.
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