• The Wall Street Journal

Mali-Rebellen attackieren Gasfelder in Algerien

Ein von Statoil und BP betriebenes Gasfeld in Algerien ist zum Ziel terroristischer Angriffe geworden. Militante Islamisten haben ausländische Arbeiter der Konzerne als Geiseln genommen. Statoil sprach in einer Pressemitteilung von einer "ernsten Situation", machte bislang aber keine Angaben, ob Mitarbeiter des Unternehmens verletzt worden sind. BP sprach bislang lediglich von einem "Sicherheitsvorfall".

Laut einem Bericht der Associated Press sind mindestens acht Ausländer, darunter britische norwegische und japanische Staatsbürger, beim Angriff auf das Gasfeld bei der Stadt In Amenas, 1.300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier und nahe der libyschen Grenze gelegen, als Geiseln genommen worden.

Ein Sprecher der britischen Regierung sagte, es gebe einen "terroristischen Zwischenfall". Die britische Botschaft in Algier arbeite mit den Behörden vor Ort zusammen.

Einer der Islamisten, der nach eigenen Angaben an dem Entführungskommando beteiligt war, sagte der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat, seine Gruppe komme aus dem benachbarten Mali und gehöre zum Terrornetzwerk Al-Kaida. "Wir sind Mitglieder von Al-Kaida, und wir kamen aus dem Norden Malis", sagte der Kämpfer. "Wir gehören zu der Chaled Abul Abbas Brigade unter ihrem Anführer Mochtar Belmochtar." Belmochtar ist laut AFP einer der bekanntesten Anführer des nordafrikanischen Al-Kaida-Ablegers AQMI.

Frankreich hatte vor einigen Tagen einen militärischen Einsatz in Mali gestartet, um die Regierung im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Französische Beamte hatten gewarnt, dass das Engagement in dem Land terroristische Angriffe nach sich ziehen könnten.

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