• The Wall Street Journal

Mali-Rebellen attackieren Gasfelder in Algerien

Ein von Statoil und BP betriebenes Gasfeld in Algerien ist zum Ziel terroristischer Angriffe geworden. Militante Islamisten haben ausländische Arbeiter der Konzerne als Geiseln genommen. Statoil sprach in einer Pressemitteilung von einer "ernsten Situation", machte bislang aber keine Angaben, ob Mitarbeiter des Unternehmens verletzt worden sind. BP sprach bislang lediglich von einem "Sicherheitsvorfall".

Laut einem Bericht der Associated Press sind mindestens acht Ausländer, darunter britische norwegische und japanische Staatsbürger, beim Angriff auf das Gasfeld bei der Stadt In Amenas, 1.300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier und nahe der libyschen Grenze gelegen, als Geiseln genommen worden.

Ein Sprecher der britischen Regierung sagte, es gebe einen "terroristischen Zwischenfall". Die britische Botschaft in Algier arbeite mit den Behörden vor Ort zusammen.

Einer der Islamisten, der nach eigenen Angaben an dem Entführungskommando beteiligt war, sagte der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat, seine Gruppe komme aus dem benachbarten Mali und gehöre zum Terrornetzwerk Al-Kaida. "Wir sind Mitglieder von Al-Kaida, und wir kamen aus dem Norden Malis", sagte der Kämpfer. "Wir gehören zu der Chaled Abul Abbas Brigade unter ihrem Anführer Mochtar Belmochtar." Belmochtar ist laut AFP einer der bekanntesten Anführer des nordafrikanischen Al-Kaida-Ablegers AQMI.

Frankreich hatte vor einigen Tagen einen militärischen Einsatz in Mali gestartet, um die Regierung im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Französische Beamte hatten gewarnt, dass das Engagement in dem Land terroristische Angriffe nach sich ziehen könnten.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Panorama

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 20. Mai

    In China explodiert eine Straßenüberführung, in Indien wütet eine Hitzewelle und in Israel kommt eine Geisel frei. Das und mehr sehen Sie in unseren aktuellen Fotos des Tages.

  • [image]

    Die Krise erreicht die Stierkampf-Arena

    Die Jahrhunderte alte spanische Stierkampf-Tradition steht vor dem Aus. Regionaler Nationalismus und Tierschützer setzen ihr schon seit Jahren zu. Die Rezession droht dem blutigen Spektakel aber den Gnadenstoß zu versetzen.

  • [image]

    Otto – ein deutsches Einkaufsimperium

    Die Otto Gruppe besteht nicht nur aus dem gleichnamigen Versand. Gegründet 1946, ist Otto heute in mehr als 20 Ländern aktiv - mit 123 Konzerngesellschaften wie SportScheck, Manufactum, Mirapodo oder Hermes. Überrascht? Wir zeigen, was noch alles zum Imperium gehört.

  • [image]

    Die SPD und ihre Gesichter

    In diesem Jahr feiert die SPD ihr 150 jähriges Bestehen. In der Geschichte der Bundesrepublik und des vereinigten Deutschlands hat sie die Politik entscheidend mitgeprägt. Wir zeigen einige der wichtigsten Politiker der altehrwürdigen Partei.

  • [image]

    Argentiniens versunkene Stadt taucht wieder auf

    Eine kleine Stadt in der Nähe von Buenos Aires versank nach einem Dammbruch vor 27 Jahren im Meer. Mehr als ein Vierteljahrhundert später erblickt die argentinische Geisterstadt Epecuén wieder das Licht.

Erwähnte Unternehmen