Von JOHN LYONS
TABATINGA – Als am 19. August ein peruanisches Elitekommando einen Einsatz im Amazonas-Dschungel flog, stürzten auch zwei brasilianische Polizisten mit aus dem Helikopter. Gewehrsalven ratterten durch den Urwald, bevor die Einsatzkräfte ein geheimes Kokainlabor aufspürten und zerstörten.
Die beiden Brasilianer nahmen – zumindest offiziell – nur als unbewaffnete Beobachter an der Razzia ihrer Kollegen von der peruanischen Drogenbekämpfung teil. Allerdings trugen sie beide Sturmgewehre und waren feindlichem Beschuss ausgesetzt. Das Drogenlabor befand sich auf peruanischem Boden, doch die Einheit flog von Brasilien aus ein. In einem Hubschrauber, der mit Kraftstoff aus Brasilien betankt war. Und den Standort des Drogenlabors hatte ein Informant preisgegeben, der von der brasilianischen Seite bezahlt wurde.
Weltweit wird immer mehr Kokain konsumiert. Und von seiner Amazonasgrenze mit Peru bis hin zu seinen Städten wird Brasilien immer tiefer in einen Drogenkrieg verwickelt. Das Land ist mittlerweile zum zweitgrößten Kokainmarkt nach den USA vorgerückt.
Das Vorgehen der brasilianischen Behörden überrascht. Früher hatten brasilianische Politiker die aggressiven Strategien der US-Amerikaner zur Drogenbekämpfung scharf kritisiert. Sie würden mehr Schaden anrichten, als sie nützten, hatte es damals immer geheißen. Und nun übernehmen sie selbst eine der umstrittensten Taktiken: Sie schlagen außerhalb ihrer Landesgrenzen zu, um das Kokain an seiner Quelle zu stoppen. „Brasilien überschreitet eine Schwelle, von der das Land in der Vergangenheit weit entfernt war", sagt Douglas Farah, ein nationaler Sicherheitsberater für Lateinamerika und die Drogenproblematik im Pentagon.
Bis zu 10.000 Soldaten im Einsatz
Glaubt man der gängigen Meinung, so wendet sich Lateinamerika vom Krieg gegen die Drogen ab, der mit amerikanischer Unterstützung geführt wird. Im April hatten langjährige Verbündete der USA bei der Drogenbekämpfung wie der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos den jährlichen panamerikanischen Gipfel dazu genutzt, den 40-jährigen US-Drogenkrieg in Lateinamerika als Fehlschlag zu bezeichnen. Sie verlangten eine Debatte über Alternativen wie zum Beispiel eine Entkriminalisierung von Rauschgift.
Doch das Beispiel Brasiliens legt nahe, dass sich der lateinamerikanische Drogenkrieg ausweitet und nicht abflaut. Und auch wenn Kolumbien und Mexiko an den Drogenkontrollstrategien zweifeln, die die USA propagieren, so hat doch keines der beiden Länder seinen Kurs geändert. Und nun übernimmt auch Brasilien eine aktive Rolle in den Auseinandersetzungen, nachdem sich die bei weitem größte Volkswirtschaft Lateinamerikas Jahrzehnte lang weitestgehend herausgehalten hatte.
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff setzt bis zu 10.000 Soldaten gleichzeitig in Hochburgen des Drogenschmuggels ein. Brasilien hat zudem den Kauf von 14 Drohnen israelischer Herstellung bewilligt, um von der Luft aus nach Drogenschiebern zu suchen. Die brasilianische Bundespolizei stellt 30 Prozent mehr Kräfte ein und stattet sie mit 1.000 neuen Sturmgewehren aus. Dazu kommen Flussboote und Flugzeuge. Auch wegen dieser verstärkten Anstrengungen hat sich die Zahl der Angeklagten, die in Brasilien wegen Drogendelikten einsitzen, seit 2006 verdoppelt.
Das Kokaingeschäft ist globaler geworden. In den vergangenen zehn Jahren ist der Kokainkonsum in den USA um 40 Prozent geschrumpft. Die Rauschgifthändler reagierten auf den Einbruch, indem sie in neue Märkte in Europa und in Schwellenländern wie Brasilien, Argentinien und Südafrika vordrangen. Die brasilianischen Behörden waren also zum Umdenken gezwungen.
In São Paulo breiten sich Straßenmärkte für billiges Crack immer weiter aus. Und die Drogenkriminalität hat derart zugenommen, dass die Politiker zum Eingreifen aufgerufen haben. Im Bundesstaat São Paulo sind in diesem Jahr bereits mindestens 90 Militärpolizisten in Auseinandersetzungen mit Kokain-Banden ums Leben gekommen.
Weitläufige und dünn besiedelte Grenze
„An der Grenze gibt es nicht genug Polizei, und das haben wir hier auszubaden", sagte der Gouverneur von São Paulo, Geraldo Alkmin, im Oktober. Damals war der Bundesstaat sieben Tage lang von besonders gewalttätigen Kämpfen heimgesucht worden, bei denen drei Polizisten und 16 weitere Menschen zu Tode kamen.
Da sich der Kokainkonsum weiter ausdehne, griffen immer mehr Länder bei Betäubungsmitteln härter durch, berichten US-Beamte. „Alle diese negativen Punkte ergeben so doch wieder ein Plus, was die Zusammenarbeit angeht", sagt William Brownfield. Er ist der Leiter des Amts für internationale Angelegenheiten bei Betäubungsmitteln und Gesetzesvollzug im US-Außenministerium und spielt so die Rolle eines Botschafters für die US-Regierung im Drogenkrieg. „Ich bin jetzt optimistischer denn je, was die internationalen Bemühungen angeht, denn der Drogenschmuggel ist mittlerweile derart globalisiert, dass die meisten Länder einsehen, dass eine Kooperation notwendig ist."
Brasilien steht vor der Herausforderung, das Kokain an einer äußerst weitläufigen und dünn besiedelten Grenze abzufangen. Das Land muss einen über 16.000 Kilometer langen Grenzstreifen zu den drei wichtigsten Kokainproduzenten der Welt – Kolumbien, Peru und Bolivien – verteidigen und dazu noch das Schmuggelzentrum Paraguay im Auge behalten. Allein die Landesgrenze zu Bolivien ist länger als die zwischen den USA und Mexiko.
Mit den Nachbarstaaten hat Brasilien bereits Abkommen zur Zusammenarbeit der Polizei unterzeichnet. Die Behörden kooperieren bei der Beschaffung und dem Austausch von Informationen, sie ermitteln gemeinsam und finanzieren Eingriffe im Ausland. Leitende brasilianische Beamte weisen allerdings dezidiert darauf hin, dass es ihren Polizisten nicht erlaubt ist, bewaffnet die Grenze zu überschreiten. Tun sie es doch, verletzen sie die Übereinkünfte mit den Nachbarnationen und könnten diplomatische Verwicklungen heraufbeschwören, falls ein brasilianischer Polizist außerhalb des eigenen Landes verletzt oder in eine tödliche Schießerei verwickelt werden würde.
Abgelegene, gefährliche Einsatzorte
„Das ist nicht unsere Absicht. Wir respektieren vielmehr die Souveränität unserer Nachbarn. Falls es dazu käme, war es ein Fehler. Wenn sie bewaffnet hineingingen, könnten die Peruaner sie festnehmen", sagt Oslain Santana, der die Abteilung für organisiertes Verbrechen bei der brasilianischen Bundespolizei leitet.
Doch hinter vorgehaltener Hand geben einige Ermittler zu, dass brasilianische Kräfte manchmal sehr wohl bewaffnet die Grenze überqueren. Bei den brisanten Einsätzen gelte die Devise „Alle Mann an Deck". Die Razzien spielten sich oft genug in abgelegenen, gefährlichen Regionen ab, in denen die Verstärkung weit weg sei und internationale Grenzen oft nicht genau markiert seien.
Auch bei dem Kommandounternehmen im August war dies der Fall. Ziel der Mission war es, Kokainküchen auf peruanischem Boden zu zerstören. Mit Gewehren ausgestattete brasilianische Polizisten hatten sich ihren peruanischen Kollegen für eine gemeinsame dreiwöchige Operation angeschlossen. Sie sollten zusammen gegen die steigende Kokainproduktion auf der peruanischen Seite des Grenzflusses Javari im Amazonas-Becken einschreiten. Die peruanischen Polizisten leiteten den Einsatz auf ihrer Seite der Grenze. Aber auf jeder der zwei Missionen, an denen ein Reporter des Wall Street Journal teilnahm, befand sich mindestens ein bewaffneter brasilianischer Bundespolizist unter ihnen.
Die Gründe dafür lagen auf der Hand. Die brasilianischen Polizisten waren als Einheimische mit den Gegebenheiten der Dschungelregion bestens vertraut. Außerdem hatten sie sich die Spitzel gezogen, die wussten, wo sich die Kokainlabore befanden. Die peruanischen Elitekämpfer waren aus Lima eingeflogen worden.
Auch Peru engagiert sich stärker
Das Engagement Brasiliens in der grenzüberschreitenden Drogenbekämpfung lässt sich in keinster Weise mit dem Vorgehen der USA auf ausländischem Boden vergleichen. Amerika hat über die Jahre Milliarden von Dollar ausgegeben, um Anti-Drogen-Basen in Ecuador, Bolivien und Kolumbien zu betreiben. Dabei schreckten die US-Behörden auch vor umstrittenen Praktiken nicht zurück und unterstützten die Länder etwa dabei, Flugzeuge von mutmaßlichen Drogenschmugglern abzuschießen.
Dennoch melden sich in Brasilien Kritiker zu Wort. Die Anti-Drogen-Politik des Landes überschreite eine gefährliche Linie, bringen sie vor. Sie fürchten den Verlust brasilianischen Lebens, wenn sich bewaffnete Polizisten jenseits der eigenen Landesgrenzen aufhielten. Die diplomatischen Beziehungen könnten Schaden in einer Region nehmen, die dem Aufstieg Brasiliens ohnehin schon misstrauisch gegenüber steht. Außerdem befürchten sie, dass es einfach nicht funktionieren wird. „Das wird wenig nützen, weil die dort immer wieder neue Labore bauen können", sagt Fernando Henrique Cardoso. Der ehemalige brasilianische Präsident setzt sich jetzt an vorderster Front für eine Entkriminalisierung von Suchtmitteln ein.
Auch Peru übernimmt im Kampf gegen illegale Drogen eine immer aktivere Rolle. In seinem Wahlkampf hatte sich Präsident Ollanta Humala zunehmend von Drogenkontrollprogrammen distanziert, die von den USA gestützt werden. Er hatte sogar angedeutet, er werde der Vernichtung von Koka-Kulturen, die die US-Regierung finanziert, ein Ende setzen.
Doch seit seinem Amtsantritt hat er seinen Worten noch keine Taten folgen lassen. Bei ihm wuchs vielmehr die Sorge, dass die steigende Kokainproduktion in Peru – die zum Teil deshalb zulegt, um die Nachfrage in Brasilien abzudecken – die Stabilität seines Landes gefährden könne, weil mit ihr terroristische Aktivitäten finanziert würden. Derzeit erweise sich Humala für die US-Behörden als loyalerer Verbündeter im Drogenkrieg, als seine Vorgänger dies waren, urteilen denn auch politische Beobachter in den USA.
Dass sich Peru und Brasilien stärker engagieren, könnte für die USA zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Der Aufstieg antiamerikanischer Politiker in Bolivien, Ecuador und Venezuela hat die Möglichkeiten für die US-Behörden, sich in der Region zu bewegen, stark eingeschränkt. Bolivien hat die US-Drogenbehörde DEA im Jahr 2008 vor die Tür gesetzt.
Fußballfeldgroße Koka-Felder
Brasilien hingegen unterhält zu allen diesen Ländern gute Beziehungen. Die brasilianischen Polizisten können also diese Lücke bei der Bekämpfung des Kokainschmuggels füllen. In Zusammenarbeit mit ihren bolivianischen Kollegen ist ihnen im Jahr 2010 zum Beispiel bereits die Festnahme eines führenden brasilianischen Drogenbosses geglückt, der in Bolivien sein Unwesen trieb.
Video auf WSJ.com
Während der gemeinsamen Aktion zwischen Brasilien und Peru im August richteten beide Seiten ihre Zentrale in einer brasilianischen Polizeistation in Tabatinga ein. Die peruanischen Kommandotruppen wurden in einem Militärhubschrauber eingeflogen. „Wir müssen verhindern, dass das Amazonasbecken eine weitere wichtige Kokainzone wird", sagte Oberst Cesar Arévalo, der bei dem Einsatz die peruanische Seite befehligte.
Als die Operation ihrem Ende zuging, trafen zwei Beobachter der US-Drogenbehörde DEA ein. Ihren ersten Tag brachten sie größtenteils damit zu, in der brasilianischen Polizeikommandozentrale die Nachrichten auf ihren BlackBerrys nachzulesen, während die brasilianischen und peruanischen Polizisten draußen ihrer Anti-Drogen-Mission nachgingen. Kein Gramm des hier produzierten Kokains gelangt in die USA. Es wird vielmehr nach Brasilien geschleust. Und deswegen ist der Stoff Brasiliens Problem, sagen brasilianische Polizisten.
Als die Bundespolizei das Einsatzgebiet überflog, wurde deutlich, wie groß das Problem ist. Fußballfeldgroße Koka-Felder entlang des karamellbraunen Rio Javari kamen in Sicht. Daten der Vereinten Nationen lassen den Schluss zu, dass sich das peruanische Amazonasgebiet zum am schnellsten expandierenden Kokainproduktionsstandort der Welt mausert.
Tödliche Gefahren
Die Mittel Brasiliens und Perus im Drogenkampf sind begrenzt. Während Kolumbien über Flotten von Blackhawk-Hubschraubern verfügt, die von den USA bezahlt werden, müssen die Polizisten hier mit einem russischen Transportmodell abheben, das zwanzig Jahre auf dem Buckel hat und für präzise Landungen im Dschungel zu groß ist.
Und ihre Arbeit birgt tödliche Gefahren. Im Jahr 2010 wurden zwei brasilianische Bundespolizisten von Männern mit automatischen Schnellfeuergewehren umgebracht, während sie auf der brasilianischen Seite der Grenze ein Boot nach Kokain absuchten. Ihre Fotos hängen über der Tür in der Polizeizentrale. Auf das Bild des einen getöteten Kollegen namens Mauro Lobo hat jemand geschrieben: „Macht weiter. Ich bin bei euch."
Der Tod der beiden Männer hat die Entschlossenheit der brasilianischen Bundespolizisten gestärkt. In enger Zusammenarbeit mit ihren peruanischen Kollegen nahmen sie den Großteil der Schmugglerbande fest, die vermutlich hinter den Morden steckt. Die Beziehungen, die bei diesen Festnahmen unter den Kollegen geschmiedet wurden, führten dazu, dass weitere und größere Anti-Drogen-Missionen zustande kamen.
Vor einem der Einsätze gab der brasilianische Kommandeur der Bundespolizei, Mauro Spósito, dem peruanischen Oberst Arévalo seine persönliche Waffe – ein halbautomatisches Gewehr. Es sei einem automatischen vorzuziehen, erklärte er ihm, weil man weniger Munition verbrauche, „wenn das Adrenalin zuschlägt". Das Kommando hatte die peruanische Polizei, sie leitete alle Einsätze auf ihrer Seite der Grenze. Die Brasilianer steuerten den Großteil der Logistik bei und den Treibstoff.
In einer der Kokainküchen, die im August ausgehoben wurden, hörte ein Experte der brasilianischen Polizei seinem peruanischen Kollegen zu, während der die chemischen Prozesse erklärte, die in einer großen blauen Wanne abliefen, in der grob geschnittene Kokablätter in Benzin getränkt wurden. Durch ein PVC-Rohr lief das Koka-Benzin-Gemisch dann in 190-Liter-Fässer.
Arbeiter aus Indiofamilien
An einem Holzgestänge waren Taschenlampen befestigt, woraus die Ermittler schlossen, dass hier auch nachts produziert wurde, um der Kokainnachfrage nachzukommen. Lange hölzerne Speere mit Haken brachten den Hinweis, dass die Arbeiter vermutlich aus einheimischen Indiofamilien stammten, die mit diesen Geräten traditionell auf Fischfang gehen. Sie lebten in einer Strohhütte auf Pfählen, in der sich Kinderspielzeug fand.
Die Polizisten vermuten, dass das Labor einem Brasilianer gehört, der mit einem kolumbianischen Kokain-Chemiker zusammenarbeitet. „So sieht die Realität jetzt aus: Die Brasilianer haben das Geld, die Kolumbianer haben das Fachwissen und die Peruaner sind die armen Schweine, die die Drecksarbeit machen", sagte ein peruanischer Polizist, als er sich in der Giftküche umschaute.
Kurz darauf schlang ein peruanischer Abbruchexperte, der im Lauf seines zwölfjährigen Diensts bereits drei Mal angeschossen wurde, rosafarbene Sprengschnüre um die Benzinfässer. Er versprach, den Platz in die Luft gehen zu lassen „wie Hiroshima".
Zwei Tage später setzten sich die Parteien wieder in Bewegung. Ein Informant hatte den Polizisten den Tipp gegeben, auf der peruanischen Seite des Javari sei eine Drogenküche in Betrieb, die in Verbindung zu der Gang stehe, die hinter dem Mord an den Polizisten aus dem Jahr 2010 stecke.
Der brasilianische Polizeikommandeur Spósito gab die GPS-Koordinaten auf der Google Earth-Website auf seinem Laptop ein und diskutierte die logistischen Aspekte des Einsatzes mit Oberst Arévalo. Eine Abordnung peruanischer Polizisten in Tarnanzügen teilte sich auf zwei Pickup-Laster auf und fuhr zu ihrem geräumigen Hubschrauber.
Informant mit an Bord
Begleitet wurden sie von zwei brasilianischen Polizeibeobachtern. Sie trugen automatische Gewehre. Seit dem Tod ihrer Kollegen haben sich die brasilianischen Bundespolizisten geschworen, sich nie mehr in eine Lage zu begeben, in der sie nicht ausreichend bewaffnet sind. Jeder rechnete mit einer Schießerei. Und die Männer an Bord des Hubschraubers schienen persönlichen Gedanken nachzuhängen.
Der große Helikopter hob rumpelnd ab und hatte innerhalb weniger Augenblicke den Javari-Grenzfluss überquert und Peru erreicht. Ein Informant - ein einheimischer Dorfbewohner, der sich hinter einer schwarzen Skimaske versteckte - wies den Piloten die Richtung, verlor wegen der ungewohnten Vogelperspektive jedoch die Orientierung.
Doch plötzlich erspähte die Besatzung das Ziel. Binnen Sekunden gab ein peruanischer Polizist den Männern den Befehl, abzuspringen und in einem Koka-Feld in Deckung zu gehen, das vom Wind der Rotorblätter des riesigen Hubschraubers durchgepeitscht wurde.
Sie seien unter heftigen Beschuss geraten, erzählten die Polizisten. Die Schmuggler, die sich in Unterzahl befanden, hätten das Feuer eröffnet, bevor sie flohen, weil es dem Ruf der Gang in der Region diente, wenn sie einen Polizisten umbrachten, mutmaßte ein brasilianischer Polizist. Bis zum Abend waren die Drogenschieber vertrieben und das Labor zerstört.
Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de










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