• The Wall Street Journal

Syrien: Heftige Gefechte am Flughafen von Damaskus

BEIRUT – Syrische Regierungstruppen und Rebellen haben sich in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus am Wochenende heftige Gefechte geliefert. Aktivisten berichteten von Kampfhubschraubern, die das Heer bei einer Offensive gegen umliegende Dörfer einsetzte. Der bereits zwei Tage dauernde Totalausfall von Internet und Telefon im ganzen Land wurde derweil wieder behoben.

Das Staatsfernsehen berichtete, rund um den Flughafen hätten die Streitkräfte gegen Mitglieder der Al-Kaida-nahen Gruppe Dschabhat al Nusra gekämpft. Mehrere Aufständische seien getötet worden, darunter zwei Iraker. Der syrische Informationsminister sagte, der Flughafenbetrieb laufe weiter und die Zufahrtsstraße sei sicher.

In Homs explodierte am Sonntag eine Autobombe in der Nähe einer Moschee. Mindestens sieben Menschen seien ums Leben gekommen, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete ebenfalls von der Explosion, nannte jedoch keine Opferzahlen. Die Beobachtungsstelle erklärte außerdem, die syrischen Streitkräfte hätten Luftangriffe auf die Stadt Aleppo im Norden begonnen.

Sana berichtete am Samstag, Techniker hätten die Probleme mit dem Internet und dem Telefonnetz behoben. Die US-Firma Renesys, die Online-Aktivitäten beobachtet und Ausfälle dokumentiert, bestätigte, dass die Dienste weitgehend wieder hergestellt seien. Der Blackout hatte am Donnerstag begonnen. Experten vermuten, dass die Regierung von Präsident Baschar al Assad dafür verantwortlich ist. Die Regierung beschuldigt indes die Rebellen.

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