• The Wall Street Journal

US-Mobilfunkkonzern bereitet Übernahme durch Telekom vor

Der US-Mobilfunkkonzern MetroPCS stellt die letzten Weichen für die Übernahme durch die Deutsche Telekom . Das Management des fünftgrößten amerikanischen Mobilfunkanbieters, der im vierten Quartal spürbar geschwächelt hat, will seine Anteilseigner am 28. März über den Zusammenschluss mit der Telekom-Tochter T-Mobile USA abstimmen lassen. Zuletzt hatten sich Großaktionäre von MetroPCS skeptisch über die von der Telekom gebotenen Konditionen für die Übernahme gezeigt.

Das Management, das den Zusammenschluss einstimmig befürwortet, drängte die Aktionäre einmal mehr zur Zustimmung zu der Transaktion. Nur mit einem positiven Votum könnten die Anteilseigner von den Vorteilen profitieren, die eine Kombination der beiden Telekomdienstleister verspreche, hieß es in einem Brief an die Aktionäre. Andernfalls drohe dem Unternehmen und damit seinen Aktionären ein enormer Wertverlust.

Associated Press

Ein Geschäft von MetroPCS in New York.

MetroPCS-Chef Roger D. Lindquist zeigte sich zuversichtlich. "Der Zusammenschluss mit T-Mobile geht gut voran", sagte der Manager. Er erwarte, dass der Deal Anfang April abgeschlossen werden kann. MetroPCS und Telekom erhoffen sich durch ein Zusammengehen Größenvorteile und erhebliche Synergien, um im Wettbewerb mit AT&T, Verizon Wireless und Sprint Nextel bestehen zu können.

Die Deutsche Telekom und MetroPCS hatten im vergangen Jahr vereinbart, gemeinsam auf dem lukrativen, aber hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt anzugreifen. Zuvor war die Telekom mit dem Verkauf ihrer US-Tochter, dem viertgrößten Anbieter der USA, an AT&T für 39 Milliarden Dollar am Widerstand der Behörden gescheitert.

Die Telekom rechnet mit einem Plazet der Aktionäre, den Zusammenschluss hat sie in ihrer Prognose für 2013 bereits berücksichtigt. Kommt die geplante Verschmelzung durch, soll das bereinigte operative Ergebnis 18,4 Milliarden Euro erreichen. Ohne die Transaktion geht die Telekom bei dieser Gewinnziffer von 17,4 Milliarden Euro aus. Der Dax-Konzern legt am Donnerstag Zahlen für 2012 vor.

Bei MetroPCS haben sich zum Abschluss eines ansonsten soliden Geschäftsjahres hohe Kosten bemerkbar gemacht, die den Gewinn des vierten Quartals um zwei Drittel einbrechen ließen. Teuer waren vor allem die Subventionen für Smartphones, mit denen MetroPCS neue Kunden anlockt. Dennoch verlor das Unternehmen im Schlussquartal netto gut 93.000 Kunden. Per 31. Dezember hatte MetroPCS 8,9 Millionen Kunden.

Der Viertquartalsgewinn betrug nur noch 31,6 Millionen Dollar bei einem leicht höheren Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar. Auch das vielbeachtete bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) sackte um 15 Prozent auf 307 Millionen Dollar ab, legte im Gesamtjahr allerdings um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar zu.

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