• The Wall Street Journal

Lehman-Gläubiger bekommen ihr Geld zurück

Mehr und mehr Gläubiger der kollabierten US-Investmentbank Lehman Brothers bekommen Jahre nach dem Kollaps endlich ihr Geld zurück. Die Konkursverwalter von Lehman einigten sich mit der US-Großbank Citigroup nach mehr als dreijährigem Streit nun auf die Rückzahlung von 435 Millionen US-Dollar an ehemalige Kunden und Investoren.

Reuters

Der Konkursverwalter der kollabierten Investmentbank Lehman Brothers, James W. Giddens, kommt seinem Ziel näher, 100 Prozent der Kunden aus der Brokerage-Sparte ihr Geld zurückzugeben.

In der Sache geht es um eine Milliarde Dollar, die Lehman eine Woche vor dem offiziellen Konkursantrag bei der Citigroup eingezahlt hatte. Citigroup hatte Teile des Vermögens für sich beansprucht als Ausgleich für angebliche Verluste aus dem kollabierten Devisenhandel von Lehman Brokerage, der Wertpapierhandelssparte der zusammengebrochenen Investmentbank. Nun gelang es, den Rechtsstreit beizulegen. Die Einigung ist allerdings noch nicht rechtskräftig und muss am 12. Dezember noch offiziell gebilligt werden.

Privatanleger der Lehman-Brokerage-Sparte LBI hatten schon zu Beginn des Konkursverfahrens insgesamt rund 92 Milliarden Dollar wiederbekommen. Der Großteil der Kundenkonten mit Einlagen von insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar wurde zudem an die Bank Barclays Plc übertragen. Die anderen Kunden der Sparte aber, überwiegend Hedgefonds und Großbanken, bekamen ihre Geldanlagen zunächst nicht wieder. Sie sollten sich gedulden, bis der Konkursverwalter alle Ansprüche sortiert habe.

Nachdem inzwischen aber auch ein Rechtsstreit um Forderungen von insgesamt 38 Milliarden Dollar aus Lehmans Europa-Geschäft beendet wurde, kommt der Konkursverwalter James W. Giddens seinem Ziel näher, bald 100 Prozent der Brokerage-Kunden entschädigt zu haben.

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