• The Wall Street Journal

Rhön-Klinikum kippt Jahresprognose erneut

Dem Klinikbetreiber Rhön-Klinikum macht die stockende Restrukturierung am Uniklinikum Gießen-Marburg (UKGM) weiterhin zu schaffen. Das größte Sorgenkind des Konzerns drückte im dritten Quartal auf die Bilanz. Die Rhön-Klinikum AG musste ihre Prognose für das operative Jahresergebnis um 20 Millionen Euro nach unten korrigieren.

Das Wachstum bei stationären Leistungen und dem Umsatz an beiden Standorten Marburg und Gießen habe sich von Juli bis September abgeschwächt. Rhön-Klinikum machte dafür auch die öffentlichen Diskussionen über das UKGM verantwortlich. Zudem seien unter anderem höhere Kosten für Sachmittel und Medikamente zu Buche geschlagen. Die Belastungen am Uniklinikum summierten sich im Quartal auf rund 15 Millionen Euro.

Für externe Beratungsleistungen, etwa für die Analyse und Maßnahmenplanung beim UKGM durch eine externe Unternehmensberatung und bei der Abwehr des Übernahmeangebots von Fresenius, fielen weitere Belastungen im mittleren einstelligen Millionenbereich an.

2012 erwartet das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale nun einen Konzerngewinn von 95 Millionen Euro mit einer Schwankungsbreite von 5 Prozent. Nach dem ersten Halbjahr hatte die Klinikkette ihre Gewinnerwartung schon einmal zurücknehmen müssen - auf damals noch 117 Millionen Euro. Die Umsatzprognose von 2,85 Milliarden Euro plus/minus 2,5 Prozent wurde erneut bestätigt.

Einen Lichtblick aber gibt es: Die Gremien der Rhön-Klinikum AG befanden am heutigen Dienstag über den Restrukturierungsplan des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, der "eine klare Perspektive für die betriebswirtschaftliche Sanierung" aufweise, hieß es. Details zu den geplanten Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung nannte die Klinikkette nicht. Im Fokus steht aber auch weiteres Wachstum. Das UKGM soll noch stärker als überregionaler Maximalversorger positioniert werden - hier habe die Analyse wesentliches Marktpotenzial entdeckt, das nun gezielt ausgeschöpft werden soll, hieß es.

Der detaillierte Quartalsbericht wird am 8. November 2012 veröffentlicht.

Kontakt zum Autor: stefanie.haxel@dowjones.com

Copyright 2012 Dow Jones & Company, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Dieses Textmaterial ist ausschließlich für Ihre private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Verbreitung und die Nutzung dieses Materials unterliegt unserem Abonnentenvertrag und ist urheberrechtlich geschützt.

Haus der Woche

  • [image]

    Diese Villa ist die teuerste Immobilie der USA

    20 Hektar Fläche, dazu ein kilometerlanger eigener Strand und zwei Inseln obendrauf: Dieses opulente Anwesen in Connecticut ist die derzeit teuerste Immobilie in den USA, die zum Verkauf steht. Und das hat seine Gründe.

  • [image]

    Das sind die beliebtesten Länder der Welt

    Deutschland ist nach einer Umfrage des britischen Senders BBC das beliebteste Land der Welt. Allerdings geht es nicht darum, wo es sich am besten leben lässt, sondern welche Nation den besten Einfluss hat.

  • [image]

    Die Welt in Bildern: 23. Mai

    Haben Sie das Wetter gerade satt? Menschen weltweit geht es genauso: In England hagelt es, in Nepal und Norwegen gießt es in Strömen, in den USA stürmt und blitzt es und in Indien schwitzen sogar die Gänse. Schauen Sie nach in unseren Fotos des Tages!

  • [image]

    Tornados hinterlassen einen Pfad der Zerstörung

    Mit enormer Wucht haben Tornados in der Nacht zu Dienstag Städte und Dörfer im US-Bundesstaat Oklahoma getroffen, darunter auch eine Grundschule. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Dabei wird das enorme Ausmaß der Naturkatastrophe deutlich.

  • [image]

    Im Luxusreich der Teenager

    Damit sich ihre Kinder gern zu Hause aufhalten, lassen wohlhabende Eltern für sie luxuriöse Wohnbereiche mit Karaokeanlagen, Billardtischen und riesigen Computern gestalten. Einige treiben es dabei auf die Spitze.