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Unser CEO des Monats im Oktober

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Die Konjunktur bröckelt, das setzt auch den Dax-Konzernen zu. Aber nicht allen: Einige deutsche Konzerne bleiben trotz Krise auf Rekordkurs. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst ihrer Top-Manager. Auch im Oktober haben sich wieder zahlreiche Vorstandschefs hervorgetan. Lesen Sie, wer für uns der "CEO des Monats" ist.

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Platz 5: Peter Löscher

Bei zu vielen nicht schwarzen Zahlen sieht auch der selbsternannte grüne Siemens-Konzern rot. Weg mit der Solarthermiesparte, Aus für einen Hoffnungsträger. Es ist kein schöner Start in die zweite fünfjährige Amtszeit für Peter Löscher. Der Österreicher hat…

Platz 5: Peter Löscher

Bei zu vielen nicht schwarzen Zahlen sieht auch der selbsternannte grüne Siemens-Konzern rot. Weg mit der Solarthermiesparte, Aus für einen Hoffnungsträger. Es ist kein schöner Start in die zweite fünfjährige Amtszeit für Peter Löscher. Der Österreicher hat Wandel bei Siemens angestoßen, hat das grüne Geschäft vorangebracht, den Umsatz mit Umwelttechnologien fast verdoppelt. Doch ein Selbstläufer ist es nicht. Das hat er gerade in diesem Jahr erfahren, hohe Abschreibungen bei den Offshore-Windparks unterstreichen dies.

Nicht erfüllte Umsatzhoffnungen hier, Konjunkturflaute dort. Der Aufbruchstimmung bei seinem Start 2007 folgt 60 Monate später ein neuer Kampf um die Zukunft. Der Begriff „einschwören" fand sich in vielen Beschreibungen zum Meeting der 600 Siemens-Topmanager Mitte Oktober. Eingeschworen aufs Sparen, eingeschworen auf die Stärkung des Kerngeschäft und eingeschworen auf die Aufgabe nicht-rentabler Sparten hat Löscher seine Führungskräfte. Für Siemens käme es in der Tat zum Schwur, wenn Löscher mit seiner Prognose von zwei mageren Jahren für die Weltwirtschaft recht behält.

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Platz 4: Martin Winterkorn

Wären da nicht die gurkigen Kicker des VfL Wolfsburg, die mit VW-Logo auf der Brust nur bei den Niederlagen weit vorne sind, die Welt von Martin Winterkorn könnte eine vollkommene sein. Doch was den Erfolg des Konzerns bei den Automobilen ausmacht – viele…

Platz 4: Martin Winterkorn

Wären da nicht die gurkigen Kicker des VfL Wolfsburg, die mit VW-Logo auf der Brust nur bei den Niederlagen weit vorne sind, die Welt von Martin Winterkorn könnte eine vollkommene sein. Doch was den Erfolg des Konzerns bei den Automobilen ausmacht – viele Marken in allen Marktsegmenten und eine breite geografische Aufstellung – zeichnet ihn auch beim Sport aus. Mit dem derzeit von Sieg zu Sieg eilenden FC Bayern München haben die Wolfsburger über die Tochter Audi auch ein echtes Erfolgsmodell im Sponsoring-Portfolio.

Im Kerngeschäft scheint Winterkorn und sein Team derzeit nichts aufhalten zu können. Mag der europäische Markt von Absatzeinbrüchen geprägt sein, VW und seine Marken stechen durch anhaltend robuste Verkäufe hervor. Mag BMW mit einem neuen Werk den brasilianischen Markt erobern wollen, VW ist seit Jahrzehnten vor Ort und will jetzt noch eine Schippe zulegen. Zwar lässt speziell die Krise in Südeuropa Winterkorn vorsichtiger werden: Doch es ist Vorsicht auf hohem Niveau. Davon können die Chefs bei Opel oder Peugeot nur träumen. Ihnen brechen die Absätze weg – VW dagegen fährt auf Rekordkurs.

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Platz 3: Dieter Zetsche

Das Selbstbild als Erfinder des Automobils zeugt von starkem Selbstbewusstsein. Dieter Zetsche will als Vorstandschef „das Beste oder nichts" ganz im Sinne des Namensgebers Gottlieb Daimler. Doch die Kunden sehen durchaus Alternativen zu den Modellen mit Stern,…

Platz 3: Dieter Zetsche

Das Selbstbild als Erfinder des Automobils zeugt von starkem Selbstbewusstsein. Dieter Zetsche will als Vorstandschef „das Beste oder nichts" ganz im Sinne des Namensgebers Gottlieb Daimler. Doch die Kunden sehen durchaus Alternativen zu den Modellen mit Stern, wie der Zulassungsvorsprung von BMW und Audi zeigt. Das drückt auch auf die Ergebnisse: Nach einem schwachen dritten Quartal musste Zetsche die Jahresprognose für den Gewinn zuletzt zurücknehmen. Dass die schwachen Zahlen zudem früher als geplant an die Öffentlichkeit kamen, war ein Randaspekt – schadet dem Ansehen der Stuttgarter aber trotzdem.

Zetsche muss sein Nobel-Mobil jetzut auf Effizienz trimmen, damit die Margen nicht dauerhaft hinter denen der Konkurrenz herfahren. Ob er da mit der Strategie Erfolg haben wird, banale Renault Kangoos durch Stern-Veredelung zum Premiummodell Citan fürs Kleingewerbe mutieren zu lassen?

Einen Follower haben die Stuttgarter bereits verloren. Die Scheichs aus Abu Dhabi mögen ihre Petro-Dollar nicht weiter Daimler-Aktien investieren. Das wirft den Konzern nicht um, knabbert aber am Image – auch an dem des Mannes an der Konzernspitze. Und bei dem nähert sich der Termin für die Entscheidung über eine Vertragsverlängerung. Da geht es dann für ihn um Alles oder nichts.

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Platz 2: Rene Obermann

Mit der Metro das Trauma US-Mobilfunkgeschäft hinter sich zu lassen, das wäre sicher der Königsweg für Telekom-Chef Rene Obermann. Es kommt die zarte Hoffnung,  durch die geplante Fusion mit dem kleineren Konkurrenten MetroPCS  der Probleme über einen Plan B…

Platz 2: Rene Obermann

Mit der Metro das Trauma US-Mobilfunkgeschäft hinter sich zu lassen, das wäre sicher der Königsweg für Telekom-Chef Rene Obermann. Es kommt die zarte Hoffnung,  durch die geplante Fusion mit dem kleineren Konkurrenten MetroPCS  der Probleme über einen Plan B endlich Herr zu werden. Denn Plan A, sich mit AT&T zu verbinden und verbünden, war grandios gescheitert. Doch erneut türmt sich vor der Telekom eine Riesenhürde auf. Gaben beim AT&T-Deal die Kartellbehörden den Spielverderber, könnte es jetzt US-Wettbewerber Sprint mit seiner Japan-Connection sein. Denn die finanzstarke Tokioter Softbank will erst Sprint und dann möglicherweise auch MetroPCS schlucken. Das könnte Obermanns Pläne entweder durch eine Übernahmeschlacht massiv verteuern oder komplett kippen.

Vielleicht könnten es ihm aber auch neue Chancen eröffnen: Für ein Triumvirat aus T-Mobile USA, Sprint und MetroPCS, das mit Hilfe der tiefen Taschen aus Tokio den US-Marktführern AT&T und Verizon auf die Pelle rückt. Das wäre dann für Obermann der Kaiserweg für den Abschied aus dem US-Geschäft.

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Platz 1: Kurt Bock

Die Badische Anilin- und Sodafabrik kennt eigentlich jeder, zumindest unter ihrem gängigen Unternehmensnamen BASF. Doch wer führt eigentlich das deutsche Vorzeigeunternehmen, das als eines der wenigen immer wieder mit glänzenden Zahlen aufwartet? Der studierte…

Platz 1: Kurt Bock

Die Badische Anilin- und Sodafabrik kennt eigentlich jeder, zumindest unter ihrem gängigen Unternehmensnamen BASF. Doch wer führt eigentlich das deutsche Vorzeigeunternehmen, das als eines der wenigen immer wieder mit glänzenden Zahlen aufwartet? Der studierte Betriebswirt Kurt Bock hat einen gehörigen Anteil daran, dass der weltgrößte Chemiekonzern im Gegensatz zur Konkurrenz von Dow Chemical, Akzo Nobel und Dupot auch im Oktober wieder Rekordgewinne versprechen konnte.

Der Zahlenversteher Bock weiß dabei, dass nur gesundes Haushalten ein modernes Unternehmen auf Kurs halten kann. Mit dem Spargrogramm STEP will der schlaksige Ostwestfale ab 2015 jährlich rund 1 Milliarde Euro an Kosten gar nicht erst entstehen lassen. Doch der kühle Analytiker ist mehr als nur Sparer und Kostendrücker. Er baut den Konzern weiter um, fördert höherwertige Spezialchemikalien (mit denen sich mehr Geld verdienen lässt) und investiert in Schwellenländer in Asien und Südamerika.

Wer von Rekord zu Rekord eilen will, muss Stärke und Ausdauer gleichermaßen beweisen. Der Hobby-Marathonläufer Bock besitzt beides. Von daher stehen die Chancen für die BASF und ihren stillen Lenker gut, auch künftig Erfolge zu feiern.

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