• The Wall Street Journal

Leichte Erholung an Euro-Börsen

Nach dem rabenschwarzen Wochenstart kommt es am Dienstag zu einer Mini-Erholung an den europäischen Börsen. Der Dax gewinnt 0,3 Prozent auf 7.657 Punkte, der Euro-Stoxx steigt um 0,5 Prozent auf 2.639 Punkte. Freilich bereitet die politische Entwicklung in der Peripherie der Eurozone weiter Sorgen. Ob es dort mit den Reformen im gewünschten Maß weitergeht, ist aktuell fraglich. Korruptionsvorwürfe in Spanien und Wahlen in Italien sorgen für Unsicherheit. "Die Gesundung der Peripherieländer hängt am seidenen Faden", so Dirk Gojny, Marktstratege bei der National Bank.

Dennoch kämpfen sich die Märkte etwas frei von diesen Belastungen. Die Leitindizes in Mailand und Madrid liegen nach den massiven Montagsverlusten im Plus. Und auch der Euro ist bereits wieder auf Erholungskurs, nachdem er am Morgen noch unter 1,35 Dollar notiert hatte. Aktuell kostet die europäische Währung 1,3520 Dollar.

Neben der Politik sind es Quartalszahlen, die die Kurse machen. Die Schweizer Großbank UBS hat im Schlussquartal zwar erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Restrukturierungskosten, Verluste auf Verbindlichkeiten und Rückstellungen für Rechtskosten drückten auf die Bilanz. Der Fehlbetrag fiel aber geringer aus als von Analysten befürchtet, für die Aktie ging es leicht nach oben.

Die Titel von Munich Re steigen und führen den Dax an. Nach Steuern verdiente der Konzern 3,2 Milliarden Euro - rund dreieinhalb Mal so viel wie noch 2011. Die Anleger können sich überdies mit auf eine deutlich höhere Dividende freuen.

Abwärts geht es mit den Aktien im Telekomsektor. Grund: Die niederländische KPN hat am Morgen eine viel höher als erwartete Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Das deutet auf schwache Fundamentaldaten hin, vermutet die Rabobank. KPN-Aktien brechen ein, Deutsche Telekom und France Telecom verlieren leicht. Für den Sektor geht es 0,5 Prozent nach unten - er ist mit Abstand die schwächste Branche in Europa.

Für die BP -Aktie geht nach oben. Die Quartalszahlen des Ölgiganten seien besser als im Konsens erwartet ausgefallen, sagt Analyst Stuart Joyner von Investec.

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat mit einem starken Schlussquartal seinen erfolgreichen Kurs untermauert. Nach Bestmarken bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität geht das Geschäftsjahr 2012 als Rekordjahr in die Geschichte des MDax-Unternehmens ein.

Kontakt zum Autor: ralf.zerback@dowjones.com

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